Sorgen im deutschen Lager
Rehmer, Ballack und Klose mit kleineren Blessuren

Tagelang blieb es ruhig um die deutsche Nationalmannschaft, jetzt plagen einige Spieler wieder Wehwehchen. Drei Tage vor dem ersten WM-Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien am Samstag in Sapporo müssen Oliver Bierhoff, Miroslav Klose und vor allem Marko Rehmer wegen muskulärer Probleme im Training kürzer treten.

sid MIYAZAKI. Der Berliner Rehmer, der am vergangenen Sonntag beim 10:0 gegen eine Juniorenauswahl aus Miyazaki erstmals seit seinem Bänderriss am 2. März wieder über 90 Minuten gespielt hatte, konnte am Dienstagnachmittag gar nicht am Mannschaftstraining teilnehmen.

"Wegen Nachwirkungen aus dem Miyazaki-Spiel wurde er geschont", berichtete DFB-Teamchef Rudi Völler am Mittwoch. Dass Rehmer am Samstag gegen Saudi-Arabien auflaufen wird, ist äußerst unwahrscheinlich. "Auch Jürgen Kohler konnte bei der WM 1990 erst im Achtelfinale eingesetzt werden", führte Völler zum wiederholten Male ein Beispiel aus der Vergangenheit an.

Der Kaiserslauterer Klose, der als einziger Angreifer für das WM-Auftaktspiel gegen die Araber gesetzt ist, musste ebenso wie sein Stürmerkollege Bierhoff das Mannschaftstraining vorzeitig abbrechen. "Man darf keinen falschen Ehrgeiz entwickeln, da wird nichts riskiert", erläuterte Völler diese Vorsichtsmaßnahmen, "für Samstag sehe ich aber keine Probleme."

Dies gelte auch für Michael Ballack, der nach Angaben von Völler aber noch "Probleme beim Schießen" habe. Der Leverkusener war wegen seines lädierten rechten Fußes erst am vergangenen Wochenende wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. In der Endphase der Saison hatte der 25-Jährige wegen einer Prellung und Problemen am Knöchel nur mit schmerzstillenden Spritzen spielen können.

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