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Sorgen über deutschen Finanzsektor belasten Euro

Der Euro hat am Mittwoch seinen Abstand zum Dollar etwas verringert, was Händler mit Sorgen über den deutschen Finanzsektor begründeten.

Reuters LONDON. Bis gegen 11.00 Uhr MEZ notierte der Euro mit 1,0019/23 Dollar nach Kursen um 1,0035 Dollar im späten US-Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Dienstagnachmittag noch mit 1,0125 Dollar festgelegt. Ein Dollar kostete 122,37/40 (US-Handel 122,08) Yen.

Händler machten vor allem pessimistische Äußerungen der Ratingagentur Moody's insbesondere zur Allianz, Mutterkonzern der Dresdner Bank, für die Verluste des Euro verantwortlich. Moody's hatte am Dienstagabend ihren Ausblick für die Bewertung der Allianz-Gruppe auf "negativ" von "stabil" gesenkt. "Das ist ein erstes Warnsignal", sagte Devisenstratege Bilal Hafeez von der Deutschen Bank. "Vielleicht ist es nur ein Teil des Kredit-Zyklus, aber wir müssen nun sehen, wie sich dies entwickelt."

Die jüngste Stärke des Euro hat nach Worten des EZB-Direktoriumsmidglieds Sirkka Hämäläinen die Inflation in der Euro-Zone gedämpft. "Die Unsicherheit ist größer geworden, aber folgende Faktoren wirken in Richtung auf eine geringere Inflation: Der Wechselkurs des Euro ist gestiegen, der Ölpreis ist gesunken", sagte Hämäläinen in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview mit dem Magazin "Focus Money". Aus diesen Analysten lesen Analysten die Neigung der EZB, im Dezember die Zinsen zu senken.

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