Sorgen über einen Irak-Krieg
Autoaktien belasten Tokioter Börse

Die Tokioter Börse hat am Mittwoch eine Spur schwächer geschlossen. Händler sagten, vor allem Auto- und andere exportorientierte Werte seien von den Befürchtungen über die Auswirkungen eines Kriegs in Irak auf die Weltwirtschaft belastet worden und seien den Vorgaben aus den USA gefolgt.

Reuters TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,1 Prozent oder 7,60 Zähler schwächer bei 8472,62 Punkten. Der breiter gefasste Topix Index gab 0,6 Prozent oder 5,24 Punkte auf 822,81 Punkte ab. Es wurden in der ersten Sektion 858,40 Millionen Aktien umgesetzt.

Am Vortag hatten schwache Zahlen zu den Autoverkäufen in den USA zu grösseren Kursverlusten in Werten wie Ford oder General Motors geführt. Darauf hätten die Aktien der japanischen Hersteller wie Nissan, Mazda, Toyota oder Honda ebenfalls nachgegeben, erklärten Händler. Aber auch Werte wie Sony schwächten sich ab.

"Die US-Wirtschaft ist nicht in einem guten Zustand, egal was in Irak passiert", sagte Ken Masuda von Shinko Securities. "Das ist der Hauptgrund , warum ich für japanische Exporteure nicht optimistisch bin", sagte er. Dominierend seien anhaltend die Sorgen über den drohenden Irak-Krieg. Diese dämpften die Kauflust für die Aktien von Exporteuren und liessen die Investoren an der Seitenlinie ausharren. Die Aktien dürften volatil bleiben. "Wer kann schon voraussagen, ob die Aktien bei einem Kriegsausbruch steigen oder fallen", sagte Masatoshi Sato von Mizuho Investors Securities.

Als die USA 1991 den Irak angegriffen hatten, stieg der Nikkei-Index in den sechs Wochen, die die Aktion dauerte, um rund 17 Prozent. Dieses Szenario müsse sich allerdings nicht unbedingt wiederholen, hiess es.

Bankenwerte zogen mehrheitlich an. Mizuho Holdings gewannen 6,7 Prozent. Mizuho dürfte nach Angaben von Kreisen das Ziel, bis Ende März eine Billion Yen neues Kapital aufzunehmen, erreichen. Dies hatte den Sektor bereits am Vortag beflügelt. Händler sagten, es sehe so aus, als ob Hedgefunds Aktien verkauften, die jüngst gut gelaufen seien, und mit dem Erlös die Baissepositionen in den Banken glattstellten.

So gaben Stahlwerte nach. Nippon Steel litten unter Gewinnmitnahmen. Der Index der Stahlwerte verlor 1,6 Prozent. Kräftige Gewinne erzielten Sammy Corp. Der Videospielmaschinen-Hersteller hatte die Dividendenprognose angehoben. Sammy waren jüngst wegen Fusionsabsichten mit dem Spielkonsolen-Hersteller Sega auf ein Allzeittief gefallen.

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