Sorgen um Hypothekenfinanzierer
US-Börsen im Tiefflug

Sorgen um die Finanzlage der US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac sowie die anhaltende Nervosität der Anleger im Zusammenhang mit dem Irak-Konflikt haben die US-Börsen zum Wochenauftakt belastet.

Reuters NEW YORK. Die Investoren befürchteten schwerwiegende Konsequenzen für die US-Konjunktur, wenn die beiden größten US-Hypothekenfinanzierer in eine finanzielle Schieflage geraten sollten, sagten Börsianer. Die Äußerungen des Präsidenten der Federal Reserve Bank von St. Louis, William Poole, hätten diese Ängste geschürt, hieß es am Markt weiter.

Der Standardwerte-Index Dow Jones fiel um 2,2 Prozent auf 7568 Punkte, der technologielastige Nasdaq-Index gab um gut zwei Prozent auf 1278 Zähler nach. Vor genau drei Jahren, am 10. März 2000, hatte der Nasdaq Composite Index im Tagesverlauf 5132,52 Punkte erreicht und auf dem Rekordstand von 5048,62 Zählern geschlossen. Seitdem ist der Technologieindex um rund 70 Prozent eingebrochen. Der marktbreite S&P-500-Index verlor am Montag 2,5 Prozent auf 812 Punkte.

"Poole hat einige negative Kommentare zu Fannie Mae und Freddie Mac abgegeben. Das hat den Markt überrascht. Eine Krise ist denkbar", sagte Keith Keenan von Wall Street Access. Poole hatte zuvor gesagt, unerwartet auftauchende Finanzprobleme bei den beiden von der US-Regierung unterstützten Finanzierungsgesellschaften könnten zu einer Krise an den Finanzmärkten führen und dem Immobilienmarkt sowie der US-Wirtschaft beträchtlichen Schaden zufügen. Durch den Umfang der kurzfristigen Verbindlichkeiten beider Gesellschaften könnten sich mögliche Probleme rasch ausbreiten, sagte Poole. Die Aktien von Fannie Mae rutschten rund 6,9 Prozent auf 58,93 Dollar ab und lagen in der Umsatzstatistik der New Yorker mit vorn. Die Papiere von Freddie Mac verloren rund sechs Prozent auf 50,80 Dollar und gehörten ebenfalls zu den umsatzstärksten Werten.

Händler sagten, auch negative Nachrichten von General Electrtic hätten die Stimmung der Anleger getrübt. Das Unternehmen hatte in seinem am Freitag vorgelegten Geschäftsbericht für 2002 über Verluste in Höhe von 5,25 Milliarden Dollar im Bereich Pensionsvorsorge berichtet. GE-Aktien fielen 2,9 Prozent auf 23,60 Dollar. Die Aktien des Energieversorgers Allegheny Energy büßten fast zehn Prozent auf 5,11 Dollar ein. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, es werde die Frist zur Einreichung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2002 voraussichtlich nicht einhalten können. Die Hauptversammlung sei auf Grund einer noch andauernden Überprüfung der Bilanzangaben verschoben worden.

Händler sagten, die Irak-Krise sorge weiterhin für Nervosität der Anleger. Dies zeige sich auch an dem geringen Volumen, das die Abwärtstendenz des Marktes noch verstärke. "Jeder denkt, dass wir am Montag in Irak einmarschieren und am Mittwoch Öl pumpen, aber solange das nicht passiert, sind die Dinge sehr unsicher", sagte Dan McMahon von CIBC World Markets.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 102-18/32. Sie rentierten mit 3,56 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 23/32 auf 111-12/32 und hatten eine Rendite von 4,64 Prozent.



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