Sorgenkind Lurgi erreicht schwarze Zahlen
MG-Aktie verliert trotz steigender Gewinne

Der Mischkonzern MG Technologies, Frankfurt, hat im Geschäftsjahr 2000/01 (zum 30. September) Umsatz und Ergebnis erneut steigern können.

jkn FRANKFURT/M. Die vorläufigen Eckzahlen deckten sich zwar mit den Erwartungen der Analysten, in einzelnen Sparten gab es jedoch auch Enttäuschungen. Die MG-Aktie verlor gestern bis zum Abend knapp drei Prozent.

Die frühere Metallgesellschaft steigerte das Ergebnis vor Steuern um über 5 % auf 294,4 Mill. Euro. Der Umsatz legte leicht von 8,79 Mrd. auf 8,81 Mrd. Euro zu. "Diese Zahlen treffen meine Erwartungen genau", erklärte Analystin Susanne Schwartze von M.M. Warburg.

Vor allem bei Dynamit Nobel liefen die Geschäfte gut. Das Ergebnis stieg von 242 Mill. auf 271,8 Mill. Euro. Beim Großanlagenbau (MG Engineering) profitierte das Unternehmen von erstmals schwarzen Zahlen (6 Mill. Euro) beim Sorgenkind Lurgi. Dagegen zeigten sich Analysten von anderen Töchtern enttäuscht. "Bei Lentjes hätte ich eine kleine schwarze Null erwartet, bei GEA hätte es ein wenig mehr sein können", sagte Schwartze

.

Einen Ausblick wagte Vorstandschef Kajo Neukirchen angesichts der Unsicherheiten nicht. Allerdings sieht er die MG Technologies AG für "ein noch raueres Konjunkturklima gut gerüstet". Analystin Schwartze erwartet im laufenden Geschäftsjahr wegen weiterer positiver Effekte etwa bei Lurgi ein erneutes Ergebnisplus.

Der gestrige Kursrückgang dürfte den Druck auf Neukirchen verstärken. Nach wie vor lastet der Streit mit Großaktionär Otto Happel um angebliche Bilanzmanipulationen erheblich auf dem Konzern. Das Landgericht Frankfurt will in dem Prozess am 18. Dezember eine Entscheidung fällen. Dies kann ein Urteil sein, aber auch ein Beschluss zur weiteren Beweisaufnahme.

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