Sorgenkind Netzwerksparte
Siemens streicht nochmals 1 300 Stellen

Der drastische Stellenabbau bei Siemens geht weiter. In der gebeutelten Netzwerksparte ICN werden nochmals 1 300 Arbeitsplätze gestrichen, sagte Siemens-Personalvorstand Peter Pribilla der "Süddeutschen Zeitung".

HB/dpa MÜNCHEN. Bis zuletzt hatte der Konzern lediglich eingeräumt, bei ICN werde ein weiterer Stellenabbau diskutiert. Damit fallen jetzt in dem Bereich insgesamt 17 800 Arbeitsplätze weg. Im Siemens-Konzern insgesamt dürften es mittlerweile knapp 35 000 Stellen sein.

Gewerkschaften und Betriebsräte haben mit heftiger Kritik auf die Streichungen reagiert. Siemens orientiere sich nur noch kurzfristig an Quartalszahlen und breche mit allen Firmentraditionen. Der Verein der Mitarbeiteraktionäre forderte den Rücktritt des zuständigen Vorstands Volker Jung. Pribilla wies die Kritik zurück. Bisher sei der Konzern weitgehend ohne betriebsbedingte Kündigungen ausgekommen. "Wenn das Geschäft in der Massivität einbricht, wie es bei ICN passiert ist, gibt es keine Alternativen zu einem Personalabbau."

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2001/02 (30. September) erzielte ICN vor Steuern und Zinsen einen Verlust von 84 Millionen Euro. Der Umsatz sank um mehr als 30 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

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