Sorgenkind Nordamerika
USA-Geschäft belastet Quartalsgewinn bei Adidas

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller Adidas Salomon AG hat im ersten Quartal 2001 auf Grund schwächerer Geschäfte in den USA weniger Gewinn erwirtschaftet. Der Quartalsüberschuss sei um 12 %auf 46 Mill. Euro zurückgegangen, teilte Adidas am Donnerstag mit. Der Vorsteuergewinn ging um 9 %auf 92 Mill. Euro zurück und lag damit am oberen Ende der Erwartungen von Analysten.

rtr HERZOGENAURACH. Trotz steigernder Umsätze leide Adidas weiter unter der schwachen US-Konjunktur. Auf dem wichtigen nordamerikanische Markt sanken die Umsätze wegen Rückgängen bei der Schlüsselmarke Adidas um 6 % auf 445 Mill. Euro. Für das Gesamtjahr blieb Adidas bei seiner Prognose, den Gewinn um 15 % zu steigern.

Die Adidas-Aktie lag am Donnerstagmittag leicht in einem schwachen Börsenumfeld unter den Vortagsschluss von 68 Euro. Der Umsatz sei weltweit um drei Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gestiegen, teilte das im Deutschen Aktienindex (Dax) notierte Unternehmen aus dem fränkischen Herzogenaurauch mit.

Adidas rechnet mit 5 % Umsatzsteigerung im Gesamtjahr

Für das Gesamtjahr hielt Adidas an seiner Prognose fest, seinen Konzernumsatz um drei bis 5 % zu steigern. "Wir erwarten weitere Verbesserungen im Laufe des Jahres, insbesondere im zweiten Halbjahr, wenn die ersten Ergebnisse unserer neuen Strategien sichtbar werden", sagte Vorstandschef Herbert Hainer. Ein Unternehmenssprecher ergänzte, Adidas setze auf die neuen Kollektionen, die im Sommer auf den Markt kämen.

Sorgenkind bleibt den Angaben zufolge der nordamerikanische Markt. "Wir legen überall zu, nur nicht in Nordamerika", sagte ein Adidas-Sprecher. So sei der Auftragseingang bei der Marke Adidas dort bis Ende März um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken, während weltweit insgesamt ein Zuwachs von einem Prozent erzielt worden sei.

Qualität soll mit neuer Kollektion gesteigert werden

Allerdings gebe es auch in den USA Lichtblicke. So solle der hochpreisige Basketballschuh "Kobe" dort in diesem Jahr 300.000 mal verkauft werden, sagte ein Sprecher. Mit der neuen Kollektion erwarte Adidas ab der zweiten Jahreshälfte zumindest eine "qualitative" Verbesserung. Um das USA-Geschäft zu verbessern und dort flexibel zu sein, nehme Adidas auch zeitweilig höhere Lagerbestände in Kauf. In den ersten drei Monaten stiegen die Lagerbestände weltweit um 28,9 Prozent auf 1,277 Milliarden Euro.

Analysten: Verluste waren absehbar

Analysten sagten, das Minus bei Adidas im ersten Quartal sei absehbar gewesen. Der Rückgang auf dem US-Markt sei erwartet worden, sagte Oliver Ruppercht, Analyst bei M.M. Warburg. Die Quartalzahlen seien nicht überraschend, weshalb er seine Anlageempfehlung "Halten" bekräftige.

Adidas hatte im Jahr 2000 einen Rückgang des Gewinns nach Steuern um 20,2 Prozent auf 182 Millionen Euro verzeichnet. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um neun Prozent auf 5,835 Milliarden Euro.

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