Sorgerecht der Eltern
Brüssel will Kindesentführungen verhindern

Die Entführung von Kindern durch den eigenen Vater oder die Mutter über europäische Grenzen hinweg soll erschwert werden.

dpa BRÜSSEL. Nach einem am Freitag von der EU-Kommission präsentierten Vorschlag sollen alle Mitgliedsländer der Union Scheidungsurteile gegenseitig anerkennen, um dieser Form des Kidnappings vorzubeugen. "Ich hoffe, dass mit diesen Maßnahmen Hunderten von Kindern Kummer und Leid erspart wird, wenn Eltern aus verschiedenen Mitgliedstaaten über das Sorgerecht streiten", sagte der für Justiz und Inneres zuständige EU-Kommissar Antonio Vitorino.

Kindesentführungen werden in umstrittenen Sorgerechtsfällen auf EU-Ebene nach den Angaben zunehmend zu einem Problem, das nur gemeinsam gelöst werden könne. Im Kern sehen die Brüsseler Pläne vor, dass die Gerichte desjenigen Landes für eine Entscheidung über das Sorgerecht zuständig sind, in dem das Kind normalerweise lebt. Die Gerichte des EU-Mitgliedstaates, in den das Kind entführt wurde, könnten nach dem Vorschlag jedoch die Rückgabe einstweilig verhindern, wenn das Kind dadurch gefährdet würde. Mit dem Vorschlag muss sich nun der EU-Ministerrat beschäftigen.

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