Southern Energy hält an Bewag-Führung fest
Eon billigt Schiedsverfahren im Streit um Bewag

ap DÜSSELDORF/HANNOVER. In den Streit um die Zukunft des Berliner Stromversorgers Bewag kommt Bewegung. Nach kurzer Bedenkzeit erklärte sich heute der größte Anteilseigner des Konzerns, die Eon Energie AG, zur Teilnahme an einem vom Mitbesitzer Southern Energy vorgeschlagenen Schiedsverfahren über seine Verkaufspläne bereit. Wie eine Unternehmenssprecherin heute in Hannover sagte, halte Eon allerdings nach wie vor eine einvernehmliche Verhandlungslösung für sinnvoller. Denn das von Southern Energy vorgeschlagene Schiedsverfahren sei "sehr kompliziert und langwierig".

Eon will seinen 49-prozentigen Anteil an der Bewag an die Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW) verkaufen. Damit würde Southern Energy die unternehmerische Führung an dem Unternehmen verlieren. Dagegen hat der US-Konzern eine einstweilige Verfügung beim Berliner Landgericht erwirkt. Southern will selber seinen bisherigen Anteil von 26 auf insgesamt 75 % aufstocken, um mittelfristig durch weitere Zukäufe in Ostdeutschland zur "vierten Kraft" auf dem deutschen Strommarkt zu werden. Der Deutschland-Chef des US-Konzerns, Jason Harlan, betonte in der "Berliner Zeitung", Southern Energy beharre auf der unternehmerischen Führung bei der Bewag.



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