Southern Energy und Eon sondieren außergerichtliche Einigung
Streit um Bewag kommt am Donnerstag vor Gericht

Im Konflikt um den Einstieg der Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW) bei der Berliner Bewag schlägt in dieser Woche die Stunde der Juristen.

dpa BERLIN. Am Gerichtstermin ändert auch nichts, dass die Konsortialpartner Southern Energy und Eon - trotz unverändert konträrer Positionen - die Auseinandersetzung gern außergerichtlich beilegen würden. Vor der 13. Kammer des Berliner Landgerichts wird an diesem Donnerstag darüber gestritten, ob die vom Land Berlin gegen die Eon Energie AG (München) erwirkte Einstweilige Verfügung gegen die Veräußerung ihres Bewag-Pakets Bestand hat.

Der Senat besteht darauf, dass er nach dem Privatisierungsvertrag von 1997 einer Übertragung der Eon-Anteile an HEW zustimmen muss. Eon hält dies nicht für erforderlich. Erwartet wird in den nächsten Tagen auch der Eon-Widerspruch gegen eine vom Konsortialpartner Southern Energie erreichte Einstweilige Verfügung gleichen Inhalts. Die Amerikaner wollen den Verkauf der 49 % Eon-Anteile (52,2 % der Stimmrechte) an HEW unbedingt verhindern.

Unabhängig vom Rechtsstreit wollen Southern und Eon Möglichkeiten einer gütlichen Einigung ausloten. Bewag-Aufsichtsratschef Barney Rush hat Gespräche über eine "effiziente und faire Lösung" angeboten. Der Vorstandsvorsitzende von Eon Energie, Hans-Dieter Haring, ist dazu bereit. "Die gerichtliche Auseinandersetzung haben nicht wir initiiert, sondern Southern. Wir haben nie versucht, unseren Geschäftspartner Southern aus der Bewag herauszudrängen." Southern will bei der Bewag die unternehmerische Führung behalten und hat selbst Eon ein Kaufangebot unterbreitet. Das Land Berlin wiederum besteht auf der vollen Erfüllung der von den Altgesellschaftern eingegangenen Verpflichtungen.

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