Sozialdemokraten stehen laut Umfragen vor einem Debakel
Norwegen: Parlamentswahlen begonnen

Die Parlamentswahlen in Norwegen sind spannend wie nie zuvor. Wegen des erwarteten knappen Ausgangs der Wahl wird das Ergebnis möglicherweise erst am Mittwoch feststehen.

ap OSLO. In Norwegen hat am Montag eine der spannendsten Parlamentswahlen in der Geschichte des Landes begonnen. Umfragen zufolge stehen die regierenden Sozialdemokraten vor einem Debakel. Der Arbeiterpartei (DnA) von Ministerpräsident Jens Stoltenberg wurde zuletzt ein Ergebnis von 21 bis 24 Prozent vorausgesagt - das wäre im Vergleich zu 1997 ein Verlust im zweistelligen Bereich. Die Wahllokale öffneten um 09.00 Uhr und sollten zwölf Stunden später schließen.

Wegen des erwarteten knappen Wahlausgangs könnte das Endergebnis erst am Mittwoch feststehen. Meinungsforscher prognostizierten, dass aus der Abstimmung vermutlich keine Partei mit einer klaren Mehrheit hervorgeht. Sollten sich die Umfragewerte bewahrheiten, wäre es für die DnA (Det norske Arbeiderparti) das schlechteste Ergebnis seit 80 Jahren. Experten machen die hohe Steuerlast von schätzungsweise 49 % des Einkommens dafür verantwortlich, dass die Sozialdemokraten in der Wählergunst verloren haben.

Für die Konservativen wurden Zugewinne von acht Prozentpunkten auf 22 % vorausgesagt. Die Sozialistische Linke könnte laut Prognosen auf 16 % kommen, nach sechs Prozent vor vier Jahren. In einigen Städten begann die Abstimmung schon am Sonntag. Rund 500



000 der 3,3 Millionen Wahlberechtigten haben bereits per Briefwahl abgestimmt.

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