Sozialplan ausgehandelt
Stellenabbau bei MAN Salzgitter beginnt

Wegen der Flaute im Busbau werden im MAN-Werk Salzgitter bis zum Jahresende 700 Stellen ohne Kündigungen abgebaut.

HB/dpa SALZGITTER. Dem mit dem Betriebsrat ausgehandelten Sozialplan zufolge werden aus der Bussparte 250 Mitarbeiter direkt in andere Betriebe vermittelt, 250 sollen in einer Auffanggesellschaft unterkommen. 50 Beschäftigte werden demnach in den Vorruhestand gehen und 150 intern versetzt. Die Betroffenen sollen laut Angaben vom Montag eine Rückkehrgarantie erhalten. Bis 2006 ist die Erweiterung des Lkw-Baus in Salzgitter geplant. Die MAN-Busgruppe hatte 2002 ein Defizit von 60 Mill. Euro verzeichnet.

"2003 wollen wir den Verlust halbieren und 2004 wieder in die Gewinnzone kommen", sagte Robert J. van Leeuwen, Geschäftsführer der NEOMAN Bus GmbH. Als Gründe für die Flaute im Busbau nannte er die schwache Tourismusbranche und leere kommunale Kassen. Durch Abfindungsangebote soll den nun betroffenen Mitarbeitern ein kompletter Ausstieg schmackhaft gemacht werden. Im Bus- und Lkw-Bau arbeiten in Salzgitter derzeit insgesamt rund 3 300 Beschäftigte.

Bereits im März hatte der Vorstand der MAN-Nutzfahrzeuge angekündigt, Salzgitter als Lkw-Standort auszubauen. Die Kapazität von derzeit 10 000 Lastwagen pro Jahr soll bis 2006 verdoppelt werden.

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