Sozialplan bereits beschlossen
Windhoff AG will mit neuem Investor Sturzflug beenden

Die Maschinenbau Windhoff AG-Gesellschaft in Rheine (Kreis Steinfurt) will ihren wirtschaftlichen Sturzflug mit Hilfe eines Kapitalgebers beenden.

dpa-afx RHEINE. Eine Investmentbank wolle frisches Kapital in die angeschlagene Aktiengesellschaft bringen, sagte der seit sieben Wochen als Generalbevollmächtigter eingesetzte Jan Müller am Mittwoch. Er hofft so, bis Ende nächsten Jahres die wirtschaftliche Talfahrt stoppen zu können und ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen. Für dieses Jahr werden Verluste von rund 7 Millionen Euro erwartet. Über das Konzept des möglichen Investors müssen nun die Gläubigerbanken entscheiden.

"Wir sind auf dem Weg vom Sturzflug in einen flacheren Sinkflug. Im nächsten Jahr hoffen wir, die Wasseroberfläche von unten zu durchbrechen", beschrieb Müller die Situation des Maschinenbauers, der 1994 an die Börse gegangen war und vor allem Eisenbahn- und Industrietechnik produziert. Wegen weggebrochener Aufträge und des Verkaufs der größtenteils defizitären Tochtergesellschaften sei der Umsatz in diesem Jahr um rund 25 Mill. Euro auf 60 Mill. Euro eingebrochen, erklärte Müller.

Das Unternehmen hatte sich schon Ende Oktober entschlossen, die Belegschaft der Muttergesellschaft in Rheine von bisher 520 um etwa 100 Beschäftigte reduzieren. Für die bevorstehenden Entlassungen sei mit dem Betriebsrat ein Interessenausgleich und ein Sozialplan ausgehandelt worden, sagte Müller. Es müsse nun eine Lösung für den mit Verlusten arbeitenden Teilbereich Klärtechnik, der im benachbarten Neuenkirchen angesiedelt ist, gefunden werden. Falls sich kein Investor finde, müsse dieser Unternehmensteil stillgelegt werden, sagte der Generalbevollmächtigte.

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