Später Handel
Dax erreicht neue Tiefstände

Der Index der Standardwerte erreichte ein Zweijahrestief und bewegt sich kontinuierlich auf die Marke von 5 000 Punkten zu.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die deutschen Aktien sind am Montag auf neue Tiefstände gefallen. Der Leitindex Dax rutschte im Tagesverlauf auf ein Zweijahrestief bei knapp 5063 Punkten und stand gut zwei Stunden vor Börsenschluss 1,72 % im Minus bei 5099 Zählern. Auch am Neuen Markt ging es abwärts: Der Auswahlindex NEMAX 50 sackte auf ein Allzeittief von 992 Zählern. Am späten Nachmittag bewegte er sich bei 997 Punkten und damit 3,04 % im Minus. Geringer fielen die Verluste der mittelgroßen Werte im MDax aus, der um 0,68 % auf 4473 Stellen nachgab.

Händler berichten von nur geringen Umsätzen, weil die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen waren. Unter Druck stand die Aktie des Software-Herstellers SAP, die 6,50 % auf 139,39 Euro verlor. Händlern zufolge kursierten Gerüchte über eine bevorstehende Gewinnwarnung der Walldorfer. Zudem werde spekuliert, SAP wolle eine Wandelanleihe herausgeben. Unter der schlechten Stimmung litten auch Siemens mit einem Minus von 3,30 % auf 54,21 Euro und EPCOS mit einem Verlust von 2,59 % auf 41,68 Euro.

Die Aktie der Commerzbank profitierte zunächst von den Übernahmegerüchten über durch die italienische Unicredito, verlor aber im Tagesverlauf 1,10 % auf 27,02 Euro. Dagegen zeigte sich der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie unbeeindruckt von den Fusionsgerüchten zwischen der größten deutschen Bank und der britischen Barclays Bank. Eine Fusion werde zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, sagten Händler. Doch der Markt verbinde damit keine neuen Kursfantasien. Die Aktie büßte 1,44 % auf 74,81 Euro ein.

Zu den wenigen Gewinnern auf dem überwiegend roten Kurszettel gehörte die Vorzugsaktie von Henkel, die sich um 1,03 % auf 71,53 Euro verteuerte. Der Titel profitierte von den Spekulationen über den Verkauf der Chemietochter Cognis, hieß es. Auch die zuletzt schwer gebeutelte Bayer-Aktie legte zu. Am Markt kursierten Gerüchte über einen Interessenten für die Pharma-Sparte der Leverkusener, sagte ein Händler. Bayer verteuerte sich um 2,18 % auf 36,12 Euro. Die "New York Times" hatte am Wochenende in ihrer Online- Ausgabe berichtet, Bayer habe ein vorläufiges Abkommen zum Kauf der Aventis-Agrarchemiesparte CropScience erreicht.

Auf ein 42-Monatstief von 16,06 Euro rutschte zeitweise die T- Aktie. Das Papier der Deutschen Telekom erholte sich aber wieder und stand am frühen Abend bei 16,40 Euro 3,24 % im Minus. Händlern zufolge belastete der Ablauf der Haltefrist für einige Großaktionäre den Titel. Zusätzlich unter Druck sei die Aktie, weil Anleger bei der Neugewichtung des Euro-Stoxx-50-Indexes davon ausgingen, dass die Telekom-Titel France Telecom und KPN aus dem besonders für Fondsmanager wichtigen Index herausfallen könnten, hieß es.

Auch die im EuroStoxx 50 notierten Aktien notierten leichter. Der Index stand bei 3693 Punkten 1,41 % schwächer. Ebenfalls Verluste verbuchten die Aktien in London und Paris.

Am Rentenmarkt stand der Bund Future kaum verändert bei 109,16 Punkten, der REX verharrte bei 113,66 Punkten. Die Umlaufrendite wurde von 4,62 % auf 4,63 % heraufgesetzt. Der Kurs des Euro ist gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,9072 (Freitag: 0,9158) $ fest. Der $ kostete damit 2,1559 (2,1357) DM.

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