Später Handel
T-Online und Mobilcom belasten Neuen Markt

Auch die Schwäche an der Nasdaq wirkt sich negativ aus.

Reuters FRANKFURT. Der Neue Markt hat am Freitag Händlern zufolge belastet von der negativen Tendenz der US- Technologiebörse Nasdaq und von Verlusten der Indexschwergewichte T-Online und Mobilcom leichter notiert. Der alle Werte des Segments umfassende Nemax-All-Share-Index notierte am Nachmittag mit einem Minus von 2,95 % bei 3818 Zählern, nachdem er im Handelsverlauf auf ein Jahrestief von 3788,08 Zählern gefallen war. Der Nemax-50 lag 2,9 % schwächer bei 4040 Punkten. Die Nasdaq hatte am Freitag deutlich im Minus eröffnet. Börsianer führten dies auf Herabstufungen von Dell und Intel und auf die nervöse Stimmung angesichts des weiterhin unklaren Ausgangs der US- Präsidentenwahl zurück.

Die Herabstufung der Aktien des weltgrößten Chipherstellers Intel und des Computerkonzers Dell durch Morgan Stanley Dean Witter habe sich negativ auf die Nasdaq und damit auch auf den Neuen Markt ausgewirkt, sagten Händler. Die Investmentbank hatte Intel auf Grund einer schwächeren Nachfrage nach Computern und Dell infolge einer niedrigeren Wachstumsprognose am Freitag auf "Neutral" von "Outperform" zurückgestuft.

Zu den Verlieren gehörten die Aktien des Internet-Anbieters T-Online. Die Titel fielen im Handelsverlauf auf ein neues Jahrestief von 19,50 Euro und setzten damit den Kursrutsch des Vortages fort. Am Nachmittag zeigten sich die Aktien leicht erholt und notierten mit einem Minus von 5,1 % bei 20 Euro. Börsianer führten den Kursrückgang auf die vom Markt als enttäuschend bewerteten Quartalszahlen zurück, die T-Online am Donnerstag bekannt gegeben hatte. Zudem belasteten die Aktie die Herabstufung der Investmentbank Lehman Brothers auf "Neutral" von "Kaufen" vom Vortag, die insgesamt negative Stimmung für Technologiewerte und die Tatsache, dass T-Online derzeit ohne klare Führung sei.

Am Nachmittag hatte die T-Online-Muttergesellschaft Deutsche Telekom mitgeteilt, dass Bernd Reichert-Berg den Vorstand des Internetanbieters verlassen habe. Seine Zuständigkeit für Vertrieb und Service würden kommissarisch vom Gesamtvorstand übernommen. Gründe wurden nicht genannt. Zugleich habe der Aufsichtsrat Veronika Altmeyer in den Vorstand des Internetanbieters berufen. Dort werde sie den neu geschaffenen Vorstandsbereich Recht und Personal leiten.

Ebenfalls unter Abgabedruck standen die Titel des T-Online Wettbewerbers Mobilcom. Die Papiere fielen im Handelsverlauf auf ein neues Jahrestief von 45,10 Euro, erholten sich dann wieder etwas und lagen am Nachmittag mit einem Minus von 15,2 % bei 49 Euro. Die Kursverluste begründeten Börsianer mit den am Vortag bekannt gegebenen Herunterstufungen mehrerer Investmentbanken zurück, nachdem die Gesellschaft Neun-Monats-Zahlen vorgelegt hatte. Mobilcom hatte am Donnerstag mitgeteilt, durch die Ersteigerung einer UMTS-Lizenz erstmals in die Verlustzone gerutscht zu sein.

Gegen den Abwärtstrend stemmten sich Tria Software AG mit einem Plus von 12 %. Die Gesellschaft teilte am Freitag mit, über ihre Beteiligung multimedia in bayern ag ein Verfahren entwickelt zu haben, mit dem über einen Breitband-Anschluss aus dem Internet zeitgleich Filme in Fernsehqualität und Zusatzinformationen abgerufen werden könnten. Als Partner habe man die Deutsche Telekom mit ihrem Angebot von T-DSL-Breitbandanschlüssen gewinnen können, hieß es.



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