Später Handel
Wall Street: Warten auf Intel

Im späten Handel tendierten die US-Märkten uneinheitlich. Die Anleger warteten auf den Zwischenberichts des Chipherstellers Intel.

rtr NEW YORK. Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag im späten Handel uneinheitlich tendiert. Die Stimmung insbesondere im Technologiesektor habe sich verbessert und dem Nasdaq zu Kursgewinnen verholfen, sagten Händler. Die Anleger warteten jedoch auf den Zwischenbericht des Chipherstellers Intel , um Details über die Entwicklung des Halbleitermarktes zu erhalten, hieß es weiter. Der Bericht soll nach Börsenschluss vorgelegt werden. Der technologielastige Nasdaq-Index konnte 1,37 % auf 2248,25 Punkte zulegen. Der Dow-Jones-Index verlor bis gegen 20.00 Uhr MESZ 0,04 % auf 11 066,79 Punkte, während der breiter gefasste S&P 500 0,17 % fester auf 1272,22 Zählern tendierte. Die Halbleiter-Titel hätten am Donnerstag von einer Studie des Branchenverbandes Semiconductor Industry Association profitiert, sagten Börsianer. Der Verband prognostizierte eine Besserung für die Unternehmen des Sektors im zweiten Halbjahr. Der Studie zufolge wird der Markt im kommenden Jahr um 20 % und 2003 um 25 % wachsen. Die Frage sei, was Intel zum Ausblick und zu den Lagerbeständen mitteile, sagte Arthur Hogan, Chefmarktanalyst bei Jefferies & Co. Die Titel stiegen im Verlauf um 3,72 % auf 30,94 Dollar. Im Blickpunkt der Investoren bei den Standardwerten standen nach Händlerangaben die Titel der Philip Morris Cos. Inc. Ein Gericht in Kalifornien hatte den Tabakkonzern unter anderem zur Zahlung von drei Mrd. Dollar Strafe verurteilt. Der Konzern habe einen krebskranken Raucher nicht ausreichend vor den Gefahren des Rauchens gewarnt, hatte es geheißen. Die Titel gaben um 4,02 % auf 47,99 Dollar nach. Die am Donnerstag vorgelegten Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe hätten die Sorgen der Marktteilnehmer über die Konjunktur verstärkt, sagten Händler. Ein Anstieg bei den Empfängern von Arbeitslosenhilfe könne ein Nachlassen der Konsumausgaben zur Folge haben und die Wirtschaftserholung behindern. "Das ist ein weiterer Hinweis auf einen schwachen Arbeitsmarkt", sagte Pierre Ellis, Volkswirt bei Decision Economics. Das US-Arbeitsministerium hatte vor Börsenbeginn mitgeteilt, die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sei in der Woche zum 2. Juni auf 432 000 von 419 000 in der Vorwoche gestiegen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für die Berichtswoche mit 417 000 Erstanträgen gerechnet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%