Spätere Fusion nicht ausgeschlossen
Deutsche Sozietät kooperiert mit Herbert Smith

Grenzüberschreitende Fusionen und die Internationalisierung der Aktienmärkte sind der Grund für die Zusammenarbeit. Smith berät die Londoner Stock Exchange bei ihrer Fusion mit der Deutschen Börse.

Reuters FRANKFURT. Die beiden Anwaltskanzleien Gleiss Lutz Hootz Hirsch aus Stuttgart und Herbert Smith aus London haben eine enge Kooperation vereinbart. Grund der Partnerschaft sind die zunehmende Zahl grenzüberschreitender Firmenfusionen und die Internationalisierung der Aktienmärkte, wie Martin Diller, Managing Partner von Gleiss Lutz Hootz Hirsch, am Sonntag in Frankfurt erläuterte. Die beiden Kanzleien wollten ihren Mandanten eine "bruchlose, grenzüberschreitende Rechtsberatung" bieten. Diller schloss zugleich eine spätere Fusion der beiden Gesellschaften nicht aus. Zunächst sei jedoch eine vertiefte Zusammenarbeit geplant.

Diller verwies auf die Bedeutung der verschiedenen nationalen Rechtssysteme bei grenzüberschreitenden Fusionen. Auch der geplante Zusammenschluss der Börsen in London und Frankfurt werde zu einem höheren Bedarf an juristischer Beratung sowohl in deutschem als auch in britischem Recht führen. Er gehe davon aus, dass durch die deutsch-britische Börsenehe das englische Kapitalmarktrecht in Deutschland verstärkt Einzug nehmen werde. Die Partnerschaft der beiden Sozietäten sei eine Reaktion auf die sich verändernden Markterfordernisse, fügte Diller hinzu. Den Angaben zufolge berät die Kanzlei Herbert Smith die London Stock Exchange (LSE) bei ihren Fusionsplänen mit der Deutsche Börse AG. Smith-Anwalt Richard Fleck wollte sich zum Stand der Fusionsverhandlungen allerdings nicht äußern.

Gleiss Lutz Hootz Hirsch beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit 350 Mitarbeiter an fünf Standorten in Deutschland und Osteuropa sowie in je einem Büro in Brüssel und Shanghai. Die Kanzlei ist vor allem im Bereich Firmenfusionen und-übernahmen ("Mergers & Acquisitions") tätig und berät unter anderem die Deutsche und die Dresdner Bank, Daimler-Chrysler, MCI Worldcom sowie IBM . Angaben zum Umsatz wollte Diller nicht machen.

Herbert Smith zählt 1695 Beschäftigte an vier europäischen und sechs asiatischen Niederlassungen. Zu den Mandanten der Kanzlei zählen beispielsweise die Bank of Scotland, Danone oder Olivetti und Telecom Italia. Insgesamt deckten die beiden Kanzleien zwölf Wirtschaftsnationen zuzüglich gemeinsamer Partnergesellschaften in den USA ab, hieß es weiter.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%