Spaniens größte Bank steigerte Gewinn deutlich
BSCH erfüllt Gewinnprognosen der Analysten

Reuters MADRID. Spaniens größte Bank BSCH hat im Jahr 2000 ihren Gewinn im Rahmen der Analystenschätzungen deutlich gesteigert. Dank des starken Kreditgeschäfts und der jüngsten Übernahmen in Lateinamerika sei der Gewinn um 43 % auf 2,26 Mrd. Euro gestiegen, teilte BSCH am Montag in Madrid mit. Die Nettozinserträge hätten sich um 24 % auf 8,29 Mrd. Euro erhöht. Nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters hatten Analysten mit einem Gewinnplus von über 40 % und einem Anstieg der Nettozinserträge von 20 % gerechnet. Für das laufende Jahr plant die Bank nach eigenen Angaben einen Gewinnzuwachs von 27 % und einen Anstieg des Betriebsergebnisses von 25 %. Die Aktie verzeichnete nach Bekanntgabe von Geschäftsergebnissen und Ausblick einen Kursrückgang.

"Die Zahlen liegen so ziemlich im Rahmen (der Erwartungen)", sagte Keith Baird, Analyst beim Wertpapierhaus Prudential-Bache in London, und wies dabei vor allem auf das Wachstum im Kerngeschäft in Spanien, auf Akquisitionen und Maßnahmen zur Kostensenkung hin. Ein Vergleich der Zahlen von 1999 und 2000 ist jedoch nicht direkt möglich, da das Bankhaus im vergangenen Jahr große Übernahmen - darunter die mexikanische Bank Serfin und das brasilianische Geldinstitut Banespa - getätigt hatte.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen nach BSCH-Angaben im vergangenen Jahr um 24,87 % auf 7,3 Mrd. Euro. Die Gesamtkosten hätten sich um 25,1 % auf 8,32 Mrd. Euro erhöht, hieß es weiter. BSCH begründete den Anstieg mit der Anteilserhöhung bei einigen Töchtern und der Entwicklung der Wechselkurse zum Euro. Nach Herausrechnung dieser Effekte seien die Kosten hingegen um 0,2 % gesunken.

Im Handelsverlauf lagen BSCH an der Börse in Madrid mit 3,92 % im Minus bei 11,54 Euro.

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