Spanisch-portugiesisches „Trainerkarussel“ nimmt Fahrt auf
Real hält an Beckham fest

Real Madrid hat wieder einmal die Geldbörse geöffnet und 22 Millionen Euro herausgezaubert. Dafür holen sie sich einen Argentinier, der bislang seine Brötchen beim AS Rom verdient hat. Damit hat der Club die Weichen für die kommende Saison gestellt. Außerdem nimmt das spanisch-portugiesische "Trainerkarussel" an Fahrt auf.

HB MADRID. Die "Königlichen" haben für 22 Mill. ? den argentinischen Innenverteidiger Walter Samuel vom AS Rom verpflichtet. Der 26-Jährige, der auch vom FC Chelsea umworben wurde, erhielt nach Presseberichten vom Freitag einen Fünfjahresvertrag.

Bei Real brechen mit dem Transfer neue Zeiten an. Mit Samuel kaufte Vereinspräsident Florentino Pérez erstmals seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren einen Abwehrspieler. Bisher hatte der Clubchef nur Stars für den Angriff und das Mittelfeld wie Ronaldo, Zinedine Zidane oder David Beckham unter Vertrag genommen. Fehlende Defensiv-Kräfte ersetzte er mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs. Dieses Modell gilt nach Reals schlechtem Abschneiden in der Champions League, in der Meisterschaft und im Pokal als gescheitert.

Zudem gilt in Spanien als praktisch sicher, dass Real am Montag den spanischen Ex-Nationalcoach José Antonio Camacho (Benfica Lissabon) als neuen Trainer vorstellen wird. Benfica wirbt den Angaben nach um Brasiliens Nationalcoach Luiz Felipe Scolari als dessen Nachfolger. Reals bisheriger Coach Carlos Queiroz wird nach Angaben des Sportblatts "A Bola" als künftiger Sportdirektor bei Sporting Lissabon gehandelt. Sporting hoffe auch, dass Nationalspieler Luís Figo von Real zu seinem Heimatclub zurückkehre.

Beim portugiesischen Meister FC Porto soll der Italiener Gigi Del Neri von Chievo Verona neuer Trainer werden. Der Wechsel zum Champions-League-Finalisten sei perfekt, berichtete die "La Gazzetta dello Sport" am Freitag. Del Nieri soll in Porto die Nachfolge von José Mourinho antreten, dessen Wechsel zum FC Chelsea als beschlossene Sache gilt. In Spanien wurde auch Víctor Fernández (Betis Sevilla) als Kandidat gehandelt.

Superstar Beckham kündigte derweil an, seinen Vertrag bei Real zu erfüllen und dementierte damit Spekulationen, er werde nach nur einem Jahr nach England zurückkehren und zum FC Chelsea wechseln. "Ich bin erst eine Saison hier gewesen, und der Job ist noch nicht getan", sagte Beckham, dessen Vertrag bei den "Königlichen" noch drei Jahre läuft. Seine Frau Victoria will in den kommenden Monaten mit ihren beiden Söhnen Brooklyn und Romeo von England nach Madrid umziehen. Bisher war Beckhams Familie überwiegend in England geblieben.

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