Spanische Medien sprechen von Informationsmanipulation
Rassismusärger ohne Ende

Erst waren die englischen Top-Stars wie Thiery Henry an der Reihe. Jetzt fielen die Fans von Real Madrid offenbar gegen Leverkusens brasilianische Abwehr-Asse aus der Rolle. Die Uefa jedenfalls ermittelt - und die Spanier sehen hinter der Affäre eine gezielte Kampagne britischer Medien.

HB MADRID. Die Wegen Europäische Fußball-Union (Uefa) teilte am Donnerstag mit, sie habe wegen rassistischer Zwischenfälle beim Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und Bayer Leverkusen (1:1) eine Untersuchung gegen den spanischen Rekordmeister eingeleitet. Bei der Partie im Bernabéu-Stadion seien Bayers dunkelhäutige Spieler Juan und Roque Junior mit rassistischen Gesängen verhöhnt worden. Außerdem seien Fans beobachtet worden, die den Nazi-Gruß gezeigt hätten.

Die Uefa will sich bei der Untersuchung unter anderem auf Fernsehbilder stützen. Sie räumte ein, dass in den Berichten des Schiedsrichters und des Spielbeobachters keine Zwischenfälle dieser Art erwähnt worden seien. Uefa-Präsident Lennart Johansson hatte bei der Partie selbst auf der Ehrentribüne gesessen. Die Uefa kündigte an, nach Abschluss der Untersuchung über mögliche Sanktionen zu entscheiden, sofern solche überhaupt für angemessen erachtet würden. Der Uefa-Sprecher William Gaillard hatte zuvor erklärt, eine Strafe könne von einem Spiel vor fremder Kulisse oder vor verschlossenen Toren bis zu einem Ausschluss des Teams reichen.

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