Spannung beim Volvo Ocean Race steigt
Kleiner Dämpfer für die "Illbruck"

Trotz eines kleinen Dämpfers segelt die deutsche Yacht "Illbruck" im Volvo Ocean Race weiter auf Erfolgskurs. Die Mannschaft des Leverkusener Syndikats musste sich auf der sechsten Etappe zwar mit Rang vier begnügen, bleibt in der Gesamtwertung aber sieben Punkte vor der schwedischen Assa Abloy.

dpa HAMBURG/BALTIMORE. "Die Illbruck ist nicht mehr zu schlagen", sagte Grant Dalton (Neuseeland) von der Gesamt-Dritten "Amer Sports one" aus Finnland/Italien. Vor den letzten drei Etappen des Meeres-Marathons gab sich dagegen Jec Fanstone von der Etappensiegerin "News corp" aus Australien kämpferisch: "Alles ist noch offen. Die illbruck ist nicht unbesiegbar." Sachlich-nüchtern beurteilte "Illbruck"-Skipper John Kostecki (USA) die Ausgangslage: "Für das Rennen selbst ist dieses Etappenergebnis sicher gut, weil es mehr Spannung bringt."

Frust und Freude lagen am Donnerstagmorgen bei hochsommerlicher Hitze in Baltimore eng beisammen: "Wir haben Fehler gemacht. Gestern lagen wir noch in Führung, als wir in ein Windloch fuhren. Dabei haben uns zwei Yachten überholt. Anschließend segelte Assa Abloy einfach um uns herum. Da haben wir schon auf Holz gebissen", sagte Kostecki. Als die Sonne über dem Meer aufging, gingen die Hoffnungen der Grün-Weißen auf einen Podiumsplatz unter. Im Ziel der 875 Seemeilen kurzen Sprintetappe von Miami nach Baltimore entlang der US-Ostküste trennten die "Illbruck" nur drei Minuten von der "Assa Abloy".

Jetzt wartet die Transatlantik-Etappe

Der Patzer kostete jedoch lediglich einen Punkt in der Gesamtwertung. Kosteckis Männer (41 Punkte) können sich auf der kommenden Transatlantik-Etappe nach La Rochelle (Frankreich) sogar einen letzten Platz bei gleichzeitigem Sieg der "Assa Abloy" (34) leisten, ohne die Führung zu verlieren. Drei Etappen vor Schluss des Meeres-Marathons über insgesamt 32 700 Seemeilen gibt es bei realistischer Betrachtungsweise jedoch noch keine Vorentscheidung über den Gesamtsieg.

Die Hatz um die Welt endet am 9. Juni in Kiel. Doch zunächst wird die Flotte während des laufenden Zwischenstopps von Baltimore in Amerikas heimliche Segelhauptstadt Annapolis umziehen, wo am 28. April der Startschuss zur siebten Etappe über den Nordatlantik zurück nach La Rochelle in Europa fällt.

Für Etappensiegerin News Corp (Australien) hatten die Champagnerkorken bereits am frühen Morgen und aus doppeltem Anlass geknallt. Ausgerechnet der auf dieser Etappe an Land gebliebene Co- Skipper und Team-Manager Ross Field feierte seinen 53. Geburtstag und bekam dazu das schönste Geschenk von seiner Mannschaft.

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