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Spar forciert Sanierung - Abbau von 1 000 Stellen im Großhandel

Der Lebensmittelhändler Spar forciert seine Sanierung mit dem Abbau von 1 000 Arbeitsplätzen im Großhandel und Kosteneinsparungen in Höhe von 70 Mill. Euro.

dpa-afx HAMBURG. Der Lebensmittelhändler Spar forciert seine Sanierung mit dem Abbau von 1 000 Arbeitsplätzen im Großhandel und Kosteneinsparungen in Höhe von 70 Mill. Euro. Ziel sei es, 2005 im Großhandel und im Konzern wieder schwarze Zahlen zu schreiben, sagte Vorstandschef Stephan Schelo am Donnerstag in Hamburg. Die Einsparungen entsprächen einem Viertel der Gesamtkosten. "Wir müssen unsere Kosten- und Ertragsstrukturen wieder in ein gesundes Verhältnis bringen." Zudem solle der Konzern beweglicher und schneller werden.

Das dem Aufsichtsrat vorgestellte Konzept sieht eine tief greifende Restrukturierung des Großhandels vor. Von derzeit 3 600 Stellen würden 1 000 gestrichen. Es gebe einen Sozialplan, sagte eine Sprecherin der Spar Handels-AG. Die Logistik soll zudem künftig an sechs Großhandelsniederlassungen konzentriert werden. Ein Lager in Sachsen-Anhalt werde Ende 2005 geschlossen.

Der französische Großaktionär ITM Entreprises S.A. finanziert den Angaben nach die Restrukturierungskosten in dreistelliger Millionenhöhe. Neben Forderungsverzichten und der Sicherung der Liquidität plane das Unternehmen, den 50-Prozent-Anteil von Spar an den von Stavenhagen aus geführten Netto-Supermärkten zu übernehmen. Darüber hinaus hat ITM Enterprises, die zuletzt mehr als 97 Prozent an Spar hielt, ein Squeeze-Out-Verfahren eingeleitet, um die Aktien der außenstehenden Spar-Aktionäre zu übernehmen.

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