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Sparda-Banken wollen mit Deutsche-Bank-Tochter kooperieren

Die zum genossenschaftlichen Bankensektor gehörenden Sparda-Banken wollen im Abwicklungsbereich künftig mit der Deutschen-Bank-Tochter european transaction bank (etb) kooperieren. "Wir sind im Verhandlungsstadium", sagte Eduard Weißenfels, Vorstandschef der Sparda-Bank Nürnberg am Mittwoch.

Reuters DÜSSELDORF. Die zum genossenschaftlichen Bankensektor gehörenden Sparda-Banken wollen im Abwicklungsbereich künftig mit der Deutschen-Bank-Tochter european transaction bank (etb) kooperieren. "Wir sind im Verhandlungsstadium", sagte Eduard Weißenfels, Vorstandschef der Sparda-Bank Nürnberg der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Von der Zusammenarbeit bei den so genannten Back-Office-Aktivitäten erhoffe er sich vor allem Kosteneinsparungen. Aus Bankenkreisen hieß es weiter, die 16 Sparda-Banken wollten ihre Wertpapierabwicklung künftig der etb übertragen. Möglicherweise schon am Freitag werde darüber ein Vertrag unterzeichnet. Die etb war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Neben Kosteneinsparungen erhoffe er sich auch eine schnelle und zufrieden stellende Abwicklung, sagte Weißenfels weiter. Die Verhandlungen mit der etb würden von Verband der Sparda-Banken in Frankfurt geführt. Dort wollte sich der Verhandlungsführer Bertold Kalb nicht konkret zu den Gesprächen äußern. "Wir haben abgestimmt, dass wir keine Veröffentlichungen machen", sagte er. "Der Zahlungsverkehr ist es nicht", sagte er auf die Frage, ob in diesem Arbeitsgebiet eine Kooperation geplant sei. In Branchenkreisen hieß es, Knackpunkt der Verhandlungen sei bislang eine von den Sparda-Banken geforderte Vereinbarung, nach der jedes einzelne Institut und nicht die Gruppe der 16 Banken den Vertrag mit der etb kündigen kann.

Eine Kooperation der genossenschaftlichen Sparda-Banken mit der zum privaten Bankensektor gehörenden etb zeugt nach Ansicht von Weißenfels nicht von Illoyalität gegenüber dem genossenschaftlichen Pendant zur etb, der bws Bank. "Wenn die (die etb) sich wie ein ganz normales Softwarehaus präsentieren, wo sollen denn da Schwierigkeiten sein? Es gibt auch Rechenzentren von Sparkassen, die ihre freien Kapazitäten am Markt anbieten." Im Wettbewerb sei es folgerichtig, dass auch Kunden außerhalb des eigenen Verbundes gesucht würden, sagte ein Sprecher der bws Bank. Die Gesellschaft sehe sich als Partner für Institute aus sämtlichen Verbünden des deutschen Kreditgewerbes. Neben den genossenschaftlichen Kunden habe man Verträge über IT-Dienstleistungen mit zahlreichen privaten und Auslandsbanken geschlossen. Die bws Bank und die etb, die zu ihren externen Kunden das Bankhaus Sal. Oppenheim zählt, teilten sich den Markt für Transaktionsbanken noch mit der WertpapierService Bank (WPS) der Sparkassen und der Hypovereinsbank Financial Markets Service Bank-Tochter (FMSB).

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