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Sparkassen fordern besseres Gesetz für offene Immobilienfonds

Die Sparkassen fordern eine Änderung des Gesetzes für offene Immobilienfonds, um massive Kapitalabflüsse wie in diesem Jahr künftig zu vermeiden.

dpa-afx FRANKFURT. Die Sparkassen fordern eine Änderung des Gesetzes für offene Immobilienfonds, um massive Kapitalabflüsse wie in diesem Jahr künftig zu vermeiden. In das Gesetz müssten größere Hürden für kurzfristige Anleger eingebaut werden, sagte der neue Geschäftsführer des angeschlagenen Marktführers Deka Immobilien und Finanzvorstand der Dekabank, Fritz Oelrich, in einem Interview der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". So könne verhindert werden, dass massive Abflüsse die Branche oder die Stabilität des Immobilienmarktes gefährdeten.

"Ich denke in Richtung Sparbuch: Einzahlungen gehen immer, kleinere Auszahlungen sind ebenfalls sofort möglich, größere aber nur zeitlich versetzt drei oder sechs Monate später." Das habe er bereits mit dem Wertpapier-Aufsichtschef Jochen Sanio diskutiert. Letztlich sei jedoch der Gesetzgeber gefordert. Um Anleger zu beruhigen, verpflichtete sich Oelrich außerdem zu weitgehender Transparenz in den Sparkassenfonds: "Wir wollen sehr weit gehen mit der Transparenz: Alles, was Anlegern hilft, die Fonds zu bewerten, werden wir veröffentlichen."

In diesem Jahr leiden einige große Immobilienfonds unter massiven Kapitalabflüssen kurzfristig orientierter Kapitalanleger. Der Marktführer Deka Immobilien, der mehr als 17 Mrd. Euro in seinen drei offenen Immobilienfonds verwaltet, ist besonders betroffen. Aus einem Fonds hatten die Anleger innerhalb eines Jahres 1,6 Mrd. Euro abgezogen. Landesbanken und Sparkassen hatten deshalb vor zwei Wochen eine Auffanglösung für den Fonds beschlossen.

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