Sparkassn noch unentschieden
Börse gewinnt Großbanken für Xetra Best

Alle deutschen Großbanken haben der Deutschen Börse offenbar Zustimmung zu Xetra Best signalisiert.

Nach Informationen des Anlegermagazins "DMEuro" will sich neben Dresdner Bank, Commerzbank, Hypo-Vereinsbank auch die Deutsche Bank an einem Handel über die neue Handelsplattform beteiligen.

Auch die Genossenschaftsbanken hätten Interesse gezeigt. Dagegen ist es bei den Sparkassen offenbar noch zu keiner abschließenden Diskussion über das neue Börsenangebot gekommen, obwohl Xetra Best unmittelbaren Einfluss auf ihr Wertpapiergeschäft nehmen dürfte.

Zwar gebe es keinen offiziellen Vertrag, die Opposition gegen das neue Handelssystem sei allerdings aufgegeben worden, heißt es aus Frankfurter Börsenkreisen. Bei Xetra Best handelt es sich um ein Inhaussystem, bei dem die Banken die vielen privaten Kundenorders innerhalb der normalen Xetraspanne auf einer eigenen Plattform sofort ausführen können. Der Vorteil für die Banken: Sie verdienen an den Kauf-bzw.Verkaufsspannen der Kundenorder. Gegenwärtig diskutieren Börse und Börsenaufsicht über den Status der neuen Handelsplattform, die im Herbst online gehen soll. In dieser Woche stimmte der Börsenrat Xetra Best zu.

Börsenkreisen zufolge ist auf Xetra Best auch eine Funktion vorgesehen, die den Kauf von Orders ermöglicht. Darauf soll vor allem die Deutsche Bank bestanden haben, die bereits mit Kaufwünschen an die Sparkassen getreten sein soll. Die Deutsche Bank hatte bereits an einer eigenen Inhauslösung gearbeitet und will die Arbeiten sofort wieder aufnehmen, wenn Xetra Best kein Erfolg wird.

Den Regionalbörsen könnte Xetra Best den Todesstoß versetzen. Sie kämpfen gegenwärtig mit dem Umsatzeinbruch durch die anhaltende Börsenflaute. Wenn noch einmal Liquidität von den kleinen Plätzen nach Frankfurt fließt, dann wären die Plätze ökonomisch kaum noch tragbar.

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