Sparkurs soll Vertrauen wieder herstellen
Pironet entlässt Mitarbeiter und konzentriert sich auf Software

Das Softwareunternehmen Pironet hat Personal entlassen, um im laufenden Geschäftsjahr nicht ins Minus abzurutschen.

jgo DÜSSELDORF. Vorstandschef Mehrdad Piroozram bestätigte, mehr als 10 Prozent der rund 250 Mitarbeiter sei gekündigt worden. Unternehmenssprecher Marcus Schmidt sagte, vor allem in Marketing, Verwaltung und Service seien "Overheads" abgebaut worden. In Zukunft wolle Pironet sich auf das margenträchtige Geschäft mit Software konzentrieren; der Anteil des Servicebereichs werde dagegen zurückgefahren.

Die Gewinnerwartung hatte das Unternehmen zuletzt drastisch reduziert. Im laufenden Geschäftsjahr wird laut einer Mitteilung vom 30. März nur noch ein Vorsteuergewinn von 300 000 Euro erwartet; noch am 19. März hatte der Spezialist für Inhalteaufbereitung im Internet, so genannte Content Management Systeme, ein Ebit von 2 Mill. Euro in Aussicht gestellt.

Schmidts Worten nach sei zu diesem Zeitpunkt noch mit größeren Aufträgen gerechnet worden. "Hauptanforderung für Pironet ist es jetzt, das Ebit von 0,3 Mill. Euro zu erreichen", sagte Schmidt.
Mit dem Sparkurs will das Unternehmen aus Köln auch die Kapitalmärkte günstiger stimmen. Von seinen Höchstkursen knapp unter 80 Euro ist Pironet weit entfernt. Bereits nach der deutlich positiveren Gewinnprognose waren die Aktien des am Neuen Markt gelisteten Unternehmens eingebrochen. Seitdem haben sie weiter an Wert verloren. "Wir können nur hoffen, dass wir das Vertrauen der Anleger wiedererlangen werden", meinte Unternehmenssprecher Schmidt.


Pironet AG 3-Monatsverlauf

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