"Sparkurs zeigt erste Erfolge"
Escada sieht sich auf dem Weg der Besserung

Der Damenmode-Hersteller Escada sieht nach einem Jahr mit hohen Verlusten 2001/2002 Zeichen einer Besserung. Der Sparkurs zeige erste Erfolge, sagte Vorstandschef Wolfgang Ley am Dienstag auf der Hauptversammlung in München.

reuters MÜNCHEN. Das Konzernergebnis nach Steuern liege nach fünf Monaten des im November begonnenen neuen Geschäftsjahres über den Werten des Vorjahreswerten. Auch der Umsatz liege voll im Plan.

Das wegen hoher Lagerbestände und der Konsumzurückhaltung in die roten Zahlen geratene Unternehmen werde 2001/2002 in die Gewinnzone zurückkehren, bekräftigte der Firmengründer. Escada hatte im Geschäftsjahr 2000/2001 seine Umsatz- und Gewinnziele deutlich verfehlt und einen Verlust vor Steuern und Zinsen von 17,1 Millionen Euro ausgewiesen.

Escada wolle bis Ende Oktober rund 35 Millionen Euro einsparen und bis Ende 2003 alle nicht zum Kerngeschäft gehörenden Segmente aufgeben, sagte Ley. Das Unternehmen wolle sich auf seine Luxusmarke Escada konzentrieren und neue Geschäfte etwa in Rom und Tokio eröffnen.

Das Unternehmen kündigte an, bis August über eine Umwandlung seiner Vorzugs- in Stammaktien zu entscheiden. Finanzvorstand Georg Kellinghusen sagte, der Vorstand wolle dies bis dahin erledigen, weil die Deutsche Börse im August über die Neu-Zusammensetzung des MDax für mittelgroße werte entscheide. Ley ergänzte, er setze sich für eine Umwandlung in die von internationalen Investoren bevorzugten Stämme ein, um die Präsenz im MDax zu sichern.

Für die Zusammensetzung in dem Segment wird künftig die Höhe des Streubesitzes eine entscheidende Rolle spielen. Durch eine Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien würde der Anteil der Familie Ley nach Angaben eines Unternehmenssprechers von derzeit 50 auf knapp 30 Prozent sinken. Die Hauptversammlung stimmte einem Antrag des Vorstands zu, Wandel- und Optionsschuldverschreibungen bis 2007 im Wert von bis zu 50 Millionen Euro auszugeben.

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