Sparpolitik im Sportbund
Sportverbänden droht härterer Verteilungskampf

dpa/BERLIN. Den deutschen Sportverbänden droht nach den Olympischen Spielen in Sydney ein bedeutend härterer Verteilungskampf um die geringer werdenden Fördermittel. Darauf hat der Leistungssport-Direktor des Deutschen Sportbundes (DSB), Armin Baumert, am Dienstag bei einer Veranstaltung des Verbandes der Sportjournalisten in Berlin mit Nachdruck hingewiesen. "Die Ergebnisse der Olympischen Spiele werden maßgeblich die Zuteilung der Mittel an die deutschen Sportverbände beeinflussen", meinte Baumert. "Wir werden nicht die Besten dafür bestrafen, dass sie erfolgreich waren", erklärte der DSB-Direktor. Damit zeichne sich eine "stärkere Hierarchisierung" zwischen leistungsstarken und-schwächeren Verbänden ab.

Zu den Kürzungen durch die Bundesregierung erklärte der Leistungssport-Direktor: "Jährlich 140 Mill. DM für zentrale Maßnahmen zwischen 2001 und 2003 sind für uns ein Muss. Wenn diese Grenze unterschritten wird, wird der deutsche Sport an Substanz verlieren." Jedoch seien jegliche Spekulationen über Streichung oder Zusammenlegung von Olympiastützpunkten derzeit spekulativ.

"Jetzt warten wir erst Olympia ab, dann erfolgt die Einteilung der Verbände in die vier Fördergruppen", meinte Baumert. Und: "Mit Aufschlägen werden wohl auch die in Sydney erfolgreichen Verbände nicht rechnen können. Die Summe wird sich - abhängig von den Resultaten - eher verringern." Der DSB befinde sich diesbezüglich in einer "gutachterlichen Funktion". Es gebe auf Grund der finanziellen Engpässe keine neuen Konzepte im DSB, sondern nur eine Fortschreibung bewährter Methoden unter neuen Rahmenbedingungen", stellte Baumert klar.

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