Sparvorgaben bleiben konstant
Dresdner schließt Kündigungen nicht mehr aus

Die Dresdner Bank will den geplanten Personalabbau notfalls mit betriebsbedingten Kündigungen durchsetzen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Betriebsräten und Vorstand, die diese Maßnahme als letztes Mittel vorsieht, sei so gut wie unterschriftsreif. Das war am Dienstag in Frankfurt aus den Reihen von Teilnehmern einer Sitzung des Gesamtbetriebsrats zu hören.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Zuvor soll aber versucht werden, den Abbau durch Aufhebungsverträge, Weiterbildungen oder Arbeitszeitverkürzungen in bestimmten Bereichen zu erreichen.

Das Filialnetz der grünen Bank wird jedoch nicht massiv gekürzt. Einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland" dementierte das Geldhaus. "Die Behauptung der Zeitung, die Dresdner Bank plane, die bisher 800 Filialen auf weniger als 500 zu reduzieren, entbehrt jeglicher Grundlage", sagte ein Sprecher des Kreditinstituts. Es gebe in der Bank keine Planungen, das Zweigstellennetz weiter zu straffen.

Bis zum Jahresende sollen im Rahmen der bislang angekündigten Streichung von 11 000 Arbeitsplätzen noch 3500 Stellen gekürzt werden. In den vergangenen zwei Jahren war die Belegschaft bereits um 7500 Beschäftigte geschrumpft. Bislang kam die Tochter des Versicherungsriesen Allianz dabei ohne Kündigungen aus. Eine Rahmenvereinbarung schloss dieses Mittel bisher aus. Doch vor allem im Firmenkundengeschäft soll mittlerweile jede dritte Stelle wegfallen. Am Jahresende 2002 arbeiteten noch 47 016 Beschäftigte für die Dresdner Bank.

Die Sparvorgaben für den Verwaltungsaufwand werden jedoch nicht erhöht. Ziel sei es, wie im März angekündigt, die Kosten von 7,5 Mrd. ? auf 6,25 Mrd. ? zu drücken. Ein Großteil davon werde im Bereich Informationstechnologie erfolgen. In diesem Sektor sei eine Kürzung im dreistelligen Millionenbereich vorgesehen.

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