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SPD-Chef beklagt Schwäche der Gewerkschaften - Vorwurf an Opel-Management

Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat der Opel-Konzernleitung Willkür bei ihren Entscheidungen über den Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland vorgeworfen. In der "Stuttgarter Zeitung" (Montagsausgabe) bedauerte er zugleich, dass die Gewerkschaften derzeit eine Schwächephase durchliefen.

dpa-afx STUTTGART. Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat der Opel-Konzernleitung Willkür bei ihren Entscheidungen über den Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland vorgeworfen. In der "Stuttgarter Zeitung" (Montagsausgabe) bedauerte er zugleich, dass die Gewerkschaften derzeit eine Schwächephase durchliefen. Das Kräftegleichgewicht mit den Arbeitgebern stimme nicht mehr.

Ein Teil des Managements nutze das aus, "um Löhne zu drücken, Arbeitnehmer zu pressen und ihre Profite zu Lasten der Arbeitnehmer hochzutreiben", sagte der SPD-Politiker. Die Arbeitnehmer stünden dem "ziemlich hilflos und allein gegenüber". Dieser großen Herausforderung müssten die Gewerkschaften sich stellen.

An die Adresse der Arbeitnehmer richtete er die Mahnung, sich stärker in den Gewerkschaften zu organisieren. Vereinzelung sei ein Rückfall in eine Zeit von vor hundert Jahren. Deshalb kämpfe er mit der gesamten Sozialdemokratie auch für den Erhalt der Tarifautonomie.

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