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SPD-Landeschefs kritisieren geplanten Lafontaine-Auftritt

Der geplante Auftritt des früheren SPD-Chefs Oskar Lafontaine auf einer Leipziger Montagsdemonstration gegen die Hartz- IV-Reform ist bei der SPD in Sachsen und Thüringen auf scharfe Kritik gestoßen.

dpa DRESDEN. Der geplante Auftritt des früheren SPD-Chefs Oskar Lafontaine auf einer Leipziger Montagsdemonstration gegen die Hartz- IV-Reform ist bei der SPD in Sachsen und Thüringen auf scharfe Kritik gestoßen.

"Die Sachsen brauchen keine Belehrungen von jemanden, der sich 1999 aus der Verantwortung gestohlen hat", erklärte SPD-Landesvorsitzender Thomas Jurk am Donnerstag in Dresden. "Dass Herr Lafontaine sich in seiner aktiven Zeit in der deutschen Politik jemals als besonderer Wortführer ostdeutscher Interessen hervorgetan hat, ist an mir vorbeigegangen", sagte Jurk. Deshalb überrasche ihn, dass Lafontaine seine Auseinandersetzung mit dem Bundeskanzler nun in Leipzig und vor allem auf dem Rücken der Leipziger austragen wolle.

Der Thüringer SPD-Landesvorsitzende Christoph Matschie sagte der dpa in Erfurt: "Es bringt für die Betroffenen nichts, wenn sich Oskar Lafontaine an die Spitze eines Demonstrationszuges stellt." Lafontaine verhalte sich als ehemaliger Parteichef unangemessen. "Er spielt mit den Ängsten, um einen eigenen Vorteil herauszuziehen."

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