SPD-Mitglieder langsam zu alt?
SPD-Delegierte vermissen personelle Verjüngung auf Parteitag

In der SPD wird nach dem Parteitag in Nürnberg Kritik am Ausbleiben einer personellen Erneuerung laut. Die baden-württembergische Landesvorsitzende, Ute Vogt, sagte der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe), viele Delegierte hätten "schon jetzt eine personelle Verjüngung der Parteispitze erwartet". Beim nächsten Parteitag in zwei Jahren müsse das Ergebnis anders sein. Bundeskanzler und SPD-Chef Gerhard Schröder habe vor der Bundestagswahl keine Unruhe in die Partei bringen sollen, sagte Vogt.

ddp DÜSSELDORF. Auch der saarländische SPD-Landeschef, Heiko Maas, forderte in dem Blatt, nach der Bundestagswahl müsse "ein deutliches Zeichen" zur Verjüngung gesetzt werden. Juso-Chef Niels Annen zeigte sich überzeugt, dass der Nürnberger Parteitag "der letzte Parteitag war, auf dem es so wenig personelle Veränderungen" gegeben habe. Der "notwendige Generationswechsel" sei nicht vollzogen worden. Probleme für ein eigenständiges Profil der Partei sieht er darin, dass fast alle stellvertretenden Vorsitzenden in Regierungsämter eingebunden sind. SPD-Fraktionsvize Michael Müller erwartet, dass der Parteivorstand in den nächsten zwei Jahren die Weichen für einen personellen Erneuerungsprozess "auch in der SPD-Spitze" stellt. Parteivize Renate Schmidt räumte ein, in der Altersgruppe der 30- bis 40-Jährigen habe die SPD "nicht gerade die große Masse an Mandatsträgern". Der Verjüngungsprozess sei jedoch "im Gang". Schmidt betonte zugleich: "Jugend allein ist nicht das einzige Qualitätsmerkmal".

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