SPD-Politiker mit Dienstwagen gegen Leitplanke geprallt: Bremer Sozialsenatorin Hilde Adolf tödlich verunglückt

SPD-Politiker mit Dienstwagen gegen Leitplanke geprallt
Bremer Sozialsenatorin Hilde Adolf tödlich verunglückt

Die Bremer Sozialsenatorin Hilde Adolf (SPD) ist am Mittwochabend bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei verunglückte die 48-Jährige auf dem Heimweg mit ihrem Dienstwagen auf der Autobahn 27 Richtung Bremerhaven.

afp BREMEN. Der Tod der in der Partei wegen ihres sozialen Engagements bundesweit anerkannten Politikerin löste Bestürzung aus. Bremens Bürgermeister Henning Scherf (SPD) sagte, er habe einen wunderbaren Menschen und eine großartige Kollegin verloren. Ihr Einsatz für die Bürger sei unermüdlich gewesen. Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) erklärte, Adolf habe weit über Bremen hinaus hohes Ansehen genossen.

Der Polizei zufolge ereignete sich der Unfall am Mittwoch gegen 19. 45 Uhr bei Schwanewede. Adolfs Dienstwagen kam bei dem Versuch, einen Lastwagen zu überholen, aus noch ungeklärter Ursache ins Schlingern und prallte gegen die linke Leitplanke der Autobahn. Anschließend schleuderte das von ihr gelenkte Fahrzeug nach rechts und prallte gegen mehrere Bäume. Die Politikerin starb noch am Unfallort. Hilde Adolf hinterlässt ihren Ehemann und ein Kind.

Scherf betonte, die Senatorin habe ihn immer beeindruckt durch ihre Herzlichkeit, Wärme und Gradlinigkeit. Ihre Hilfsbereitschaft habe gerade Menschen in besonderen Existenznöten gegolten. Bergmann erklärte, Adolf habe sich mit ihrer fachlichen Kompetenz Respekt erworben und mit ihrer Gradlinigkeit die sozialen Belange in Bremen "entschieden vorangebracht". Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber (SPD), betonte, ihr Einsatz für die Menschen auf der Schattenseite des Lebens bleibe unvergessen. "Ihre menschliche Wärme, Freundlichkeit und ihr Engagement werden uns fehlen."

Die 1953 in Bremerhaven geborene Adolf war seit Juni 1995 Mitglied in der Bremischen Bürgerschaft. Seit 1996 war die Juristin Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Bremerhaven. Im Juli 1999 wurde sie zur Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales in der Hansestadt berufen.

In der Nähe des Unfallortes war im März 2000 bereits Henning Scherf mit seiner Frau Luise verunglückt. Der von ihm gesteuerte Wagen war auf eisglatter Straße in Schleudern geraten und ebenfalls gegen eine Leitplanke geprallt. Der SPD-Politiker war dabei nur leicht verletzt worden, seine Frau erlitt einen Beckenbruch. Ein Sprecher der zuständigen Polizei in Cuxhaven betonte aber, der Autobahnabschnitt gelte nicht als Unfallschwerpunkt. Über die Ursache des Unfalls von Adolf könne vermutlich erst nächste Woche näheres gesagt werden.

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