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SPD und CDU für Gewinnbeteiligung von Beschäftigten

Berlin (dpa) - Nach Vereinbarungen über Sparpakete und Arbeitszeitverlängerungen in Großkonzernen wird jetzt über Gewinnbeteiligungen für Arbeitnehmer diskutiert. Aus SPD und CDU kamen positive Signale zu einem entsprechenden Vorstoß von FDP- Fraktionschef Wolfgang Gerhardt.

Berlin (dpa) - Nach Vereinbarungen über Sparpakete und Arbeitszeitverlängerungen in Großkonzernen wird jetzt über Gewinnbeteiligungen für Arbeitnehmer diskutiert. Aus SPD und CDU kamen positive Signale zu einem entsprechenden Vorstoß von FDP - Fraktionschef Wolfgang Gerhardt.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner, sagte der «Berliner Zeitung»: «Es wäre grundsätzlich positiv, wenn Unternehmen die Arbeitnehmer an den Erträgen beteiligen würden. Dies wäre ein sinnvolles Thema für die Tarifvertragsparteien.»

Auch vom CDU-Arbeitnehmerflügel kam Zustimmung. «Wir wollen nicht nur Mitbestimmung, sondern auch Mitbeteiligung», sagte CDU - Arbeitsmarktexperte Karl-Josef Laumann demselben Blatt. Er verwies besonders auf die Debatte über längere Arbeitszeiten. «Wer in schlechten Zeiten mehr arbeitet, für den soll auch in guten Zeiten mehr rüberkommen.» Gewinnbeteiligungen könnten den Arbeitnehmern zudem helfen, Vermögen für das Alter aufzubauen.

IG-Metall-Sprecher Georgios Arwanitidis begrüßte die Idee grundsätzlich. Aber eine Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer dürfe es nur zusätzlich zum Tarifeinkommen geben. Es dürfe nicht darauf hinauslaufen, «dass die Arbeitgeber erst einmal das Tarifniveau drücken und neue Quellen für Kostensenkungen zulasten der Beschäftigten erschließen wollen.»

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