Speaker's Corner
Jäger oder Sammler?

Wichtige von unwichtigen Informationen zu unterscheiden, wird für viele Entscheider beinahe zum Hürdenlauf: Informationen sind in Hülle und Fülle vorhanden. Auch die richtigen und hilfreichen Fakten verstecken sich oftmals darunter. Intelligente Software-Lösungen leisten ihren Beitrag zur Erfüllung der beinahe "sportlichen" Aufgabe.

Neben der strukturierten Information ist der Umgang mit so genannten unstrukturierten Informationen ganz besonders problematisch. Sie fristen ihr Dasein irgendwo im Unternehmen, steigen permanent an, werden aber nicht weiter beachtet. Vielfach verstecken sich beispielsweise in E-Mails, Präsentationen oder internen Studien wesentliche Informationen, die durchaus auch anderen Kollegen nützlich sein könnten. All diese Daten in ein einheitliches Informationssystem zu pressen, bedeutet hohen zeit- und kostenintensiven Pflege- und Administrationsaufwand. Da der Nutzen solcher Lösungen nicht einfach nachweisbar ist, verzichtet man darauf. Somit werden vielfach geschäftskritische Informationen zeitverzögert publiziert oder versickern gänzlich ungenutzt.

Neu ist das Problem jedoch nicht. Seit der Erfindung der Speichertechnologie archiviert der moderne Mensch seine Daten elektronisch. Am Anfang noch etwas zögerlich, war Speicherplatz doch recht teuer. Heute kennen IT-Werkler kein Pardon mehr: Alles was nicht schnell genug gelöscht wurde, findet sich in einer Datenbank, einem Dokumentenarchiv oder seit einigen Jahren auch im Internet wieder. Dank moderner Technologie nimmt so die Daten- und Informationsflut ihren Lauf. Eine jährliche Verdopplung bis Verdreifachung der Speicheransprüche in jedem Unternehmen sind zwischenzeitlich die Regel. Die Parallele zur Frage "Jäger oder Sammler?" fällt da nicht schwer.

Solange der Informationsbereitsteller seine Daten für so wichtig hält, dass sie abgelegt, archiviert und gesammelt werden müssen, verringert sich die Fülle an Informationen sicherlich nicht. Aufgrund der verschiedenen Datenformate und der nicht bekannten Zielgruppen für eine spätere Nutzung, ist eine systematische Archivierung nur für klar definierte Aufgaben möglich - daher forschen zahlreiche Unternehmen an der Idee des "Finden ohne zu Suchen".

Intelligence-Management-Lösungen versprechen hier einen neuen Ansatz. Spezifische Software ist in der Lage, konzeptionelle Zusammenhänge eines Textes zu verstehen. Sie filtert die relevanten Informationen aus dem Datenberg heraus, auf Wunsch sogar automatisiert, und stellt sie personalisiert zur Verfügung. Auf diese Weise umgehen Intelligence-Management-Lösungen das Problem der verteilten Datenablage. Die dahinter liegenden Konzepte basieren auf statistischen Verfahren oder auf informationstheoretischen Theoremen. Dies bedeutet, dass neben strukturierten gerade unstrukturierte Inhalte schnell und präzise bearbeitet werden können. Eine solche Lösung sammelt, analysiert und bündelt unstrukturierte Daten aus Tausenden interner und externer Quellen, ohne dass mit großem Aufwand im Vorfeld diese Daten in strukturierten Datensammlungen eingebracht wurden. Der Zugriff darauf erfolgt mittels Internet-Technologien.

Durch einen solchen Automatismus lässt sich die Ressource Information ganz gezielt nutzen: Beispielsweise hilft sie als Management-Cockpit bei der Unterstützung der Entscheidungsfindung oder Wettbewerbsbeobachtung, in dem Informationen zielgerichtet und systematisch zur Verfügung gestellt werden. Ein anderer Einsatzbereich ist das Call Center oder die Hotline. Eine Intelligence-Management-Lösung lässt sich dort als Wissensdatenbank zwischenschalten und "zapft" die vorhandenen Informationsquellen an. Call-Center-Agenten benötigen beispielsweise komplexes, vielschichtiges Wissen aus unterschiedlichen Datenquellen und Applikationen. Durch den Einsatz der genannten wissensbasierten Werkzeuge werden Anfragen schneller und qualifizierter behandelt.

Der amerikanische Informationswissenschaftler John Naisbitt sagte: " Wir dürsten nach wissen, ertrinken aber in Informationen." - Geeignete Werkzeuge helfen uns zwischenzeitlich, dieses Dilemma zu vermeiden.

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