Speichermarkt zieht wieder an
Infineon sieht sich auf Kurs

Infineon-Chef Ulrich Schumacher hofft, dass der gesamte Technologiemarkt in sechs bis neun Wochen aus der "Panik-Stimmung" heraus ist.

dpa HANNOVER. Der Halbleiter-Hersteller Infineon verspürt eine leichte Erholung des weltweit eingebrochenen Speichermarkts. "Wir merken, dass die Nachfrage nach Speichermodulen kontinuierlich anzieht", sagte Infineon-Chef Ulrich Schumacher am Donnerstag in Hannover. "Die hohen Lagerbestände gehen seit sieben bis acht Wochen wieder nach unten." Schumacher hofft, dass der gesamte Technologiemarkt in sechs bis neun Wochen aus der "Panik- Stimmung" heraus ist.

Es handele sich um eine "sehr positive Entwicklung", Entwarnung könne aber nicht gegeben werden, sagte Schumacher. Die geringe Nachfrage nach PC-Speichern hatte in der ganzen Branche zu sinkenden Preisen geführt. Die Speicherbranche verkauft Marktbeobachtern zufolge unter den eigenen Kosten. Nach Gewinnwarnungen mehrerer Unternehmen fielen die Aktienkurse der Chip-Firmen weltweit.

Die Entwicklung im schlecht laufenden Geschäft mit Chips für Mobiltelefone sei nach wie vor schwer abzuschätzen, sagte Schumacher. "Da kann ich überhaupt nicht sagen, was kommt." Einige der Telefonhersteller hätten ihre Prognosen um bis zu 50 %gesenkt.

Zu den Quartalsprognosen sagte Schumacher: "Wir liegen im Korridor der Erwartungen, die derzeit im Markt sind. Da wird es keine Überraschungen geben, jedenfalls keine negativen." Der Aktienkurs von Infineon stieg im Laufe des Donnerstag um mehr als vier Prozent auf mehr als 40 Euro. Im Sommer 2000 waren es noch über 90 Euro gewesen.

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