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Spekulationen am Montag

Spekulationen stimulierten am Montag die New Yorker Indizes. Investoren setzten einen Tag vor der Wahl auf George W. Bush als neuen amerikanischen Präsidenten. Daher zogen Microsoft, Pharma- und Tabakwerte den Dow Jones in die Gewinnzone. Er schloss auf 10977 Punkten. Doch das Handelsvolumen fiel an der New York Stock Exchange gering aus. Die Anleger hielten sich vor der großen Entscheidung zurück. Den Nasdaq Index bewegten andere Spekulationen. Befürchtungen vor enttäuschenden Quartalszahlen des Zugpferdes Cisco drückten das Technologiebarometer in die Verlustzone. Der Nasdaq Index schloss auf 3416 Zählern.

Der Pharmasektor profitierte von den Prozentpunkten, die der Präsidentschaftskandidat George W. Bush seinem Gegner Al Gore in Meinungsumfragen am Montag voraus war. Unter einer Präsidentschaft von Gore befürchten die Pharmakonzerne Preiskontrollen. Von Bush dagegen erwarten Investoren wesentlich weniger staatliche Einmischung. Merck steht auf dem Dow Jones Gewinnertreppchen, Aktien von Pfizer und Eli Lilly legten rund zwei Prozent zu.



Cisco

, der größte Netzwerkausstatter der Welt, geriet im Vorfeld der Ergebnismeldungen für das erste Quartal unter Druck. Analysten erwarteten im Schnitt einen Gewinn von 17 Cents pro Aktie, im Vorjahr hatte der Konzern elf Cents ausgewiesen. Nachbörslich meldete Cisco dann Ergebnisse von 18 Cents pro Aktie, die die Analystenschätzungen um einen Cents übertrafen. Auch die Wachstumsaussichten seien solide. Skepsis hatte sich breit gemacht, nachdem der Cisco-Rivale Nortel Networks in der vorvergangenen Woche die Ergebniserwartungen verfehlt hatte.



Voicestream tendierte vor Veröffentlichung der Quartalszahlen im Minus. Der Telekom-Konzern meldete nachbörslich einen Verlust von 3,02 Dollar. Die Analysten hatten sich mit einem Verlust von gut zwei Dollar pro Aktie optimistisch verschätzt. Seitdem die Deutsche Telekom ihren Plan bekannt gegeben hat, den amerikanischen Mobilfunkanbieter zu übernehmen, hat sich der Aktienkurs sehr volatil entwickelt.



VA Linux stürzte mit über 42 Prozent in die Tiefe. Der Hersteller von Software und Computern mit dem Linux-Betriebssystem hatte eine Umsatzwarnung herausgegeben. Geringere Verkäufe an Internetfirmen trüben das Ergebnis. Abgeben mussten auch die Aktien der Linux Vertreiber Red Hat und Corel. Boeing verlor nach schlechten Noten von Morgan Stanley Dean Witter. Das Analystenhaus stufte den Flugzeugbauer von "aggressiv kaufen" auf "outperform" mit der Begründung ab, das Auftragwachstum lasse nach. Verluste mussten auch andere Computer bezogene Werte hinnehmen. Oracle und Palm rutschten ins Minus.



Aktien von Broadcom tendierten schwächer, nachdem der Hersteller von Halbleitern für Kabelmodems der Übernahme von SiByte zugestimmt hat. Gemessen am Schlusskurs vom Freitag beträgt der Kaufpreis 2,07 Milliarden Dollar in Aktien. Broadcom, ein Hersteller von Halbleitern für Kabelmodems, hat im vergangenen Jahr elf Unternehmen aufgekauft, um die Position auf dem wachsenden Netzwerkmarkt zu verbessern.



Abwärts geht es für die Aktien von Continental Airlines. Die fünftgrößte US-Fluggesellschaft muss dem Rückkauf von 6,69 Millionen Aktien für 450 Millionen Dollar zustimmen. Verkäufer ist Northwest Airlines. Der Schritt erfolgt, um einen Rechtsstreit mit den US-Wettbewerbsbehörden beizulegen. 1998 hatte Northwest einen mehrheitlichen Anteil an Continental erworben.



Am Dienstag erwartet die die Wall Street die neuesten Zahlen zu den Konsumentenkrediten. Quartalszahlen meldet der Ölkonzern BP Amoco und Büroausstatter Officemax. Mit Spannung werden die Ergebnisse von Wal Mart erwartet. Die Entwicklung des Einzelhandels in dieser Woche dürfte sich hauptsächlich an dieser Meldung orientieren.

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