Spekulationen sollen beendet werden - Aktie macht Kurssprung
WCM neuer Commerzbank-Großaktionär

Die Commerzbank AG hat seit Montag einen neuen Großaktionär. Die WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG stockte zum Wochenbeginn ihren Aktienanteil von einem auf mehr als 5,5 % auf.

dpa FRANKFURT/M. Gleichzeitig kündigte die Gesellschaft an, sie wolle ihre Beteiligung auf "knapp unter 10 %" erhöhen. Darüber hinaus hält der WCM-Hauptaktionär - die Hamburger Familie Ehlerding - weitere Aktien an Deutschlands viertgrößter Geschäftsbank. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Transaktion schnellte die Commerzbank-Aktie zunächst um 3,5 % auf 18,90 ? in die Höhe, gab dann jedoch einen Teil der Kursgewinne wieder ab.

WCM-Vorstandsmitglied Roland Flach begründete das "mittelfristig" angelegte Investment mit der zu niedrigen Bewertung der Commerzbank - Aktie. Auf Grund des eingeleiteten Sanierungsprogramms werde das Geldhaus seine Ertragsschwäche überwinden und die Aktie ein "Comeback" erleben. Die Arbeit des Bankenvorstandes werde man unterstützen, betonte Flach.

Darüber hinaus soll das Engagement von WCM dazu beitragen, "Spekulationen über Veränderungen auf der Eigentümerseite zu beenden". Dieser nicht näher ausgeführte Hinweis wurde am Bankenplatz Frankfurt dahingehend interpretiert, das WCM Anteile aus der oppositionellen Aktionärsgruppe Cobra herausgekauft hat. Einzelheiten will der Vorstand der Beteiligungsgesellschaft am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Frankfurt bekannt geben.

Die Gruppe von 40 Aktionären um Cobra hatte es zusammen auf 17 % Kapitalbeteiligung an der Commerzbank gebracht. Zahlreiche Anteilseigner hatten nicht zuletzt die Cobra-Gruppe dafür verantwortlich gemacht, dass der Aktienkurs nach dem medienwirksamen Einstieg überdurchschnittlich an Wert verlor.

Die Investmentgruppe WCM mit ihrem Hauptaktionär Ehlerding wurde nach dem Kauf von mehr als 100 000 Eisenbahnerwohnungen im Jahr 2000 und umstrittenen Millionenspenden an die CDU in der Öffentlichkeit bekannt. Der nächste spektakuläre Schritt war die Übernahme der Duisburger Klöckner-Werke AG im gleichen Jahr mit dem Ziel, die Konzernteile aufzuspalten. Nach eigenem Bekunden beteiligt sich WCM nur an deutschen Unternehmen, die bundesweit bekannt, börsennotiert und unterbewertet sind. 2001 wurde nach eigenen Angaben das bislang beste Unternehmensergebnis erzielt.

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