Spekulationen über Einstieg
GMX ist für Freenet kein Thema

Der am Neuen Markt notierte Internetanbieter Freenet AG, Hamburg, ist nicht auf Partnersuche und will weiter als lokaler deutscher Anbieter agieren.

lip HAMBURG. "Wir haben keine Übernahmegespräche mit anderen Unternehmen geführt", erklärte der Freenet-Vorstandsvorsitzende Eckhard Spoerr dem Handelsblatt. Das Unternehmen wolle mit einem Stamm von rund 2,5 Millionen regelmäßigen Nutzern auch weiterhin eigenständig bleiben.

Er weist damit Börsengerüchte zurück, wonach Freenet an einer Übernahme des Münchener Internetdienstleisters GMX interessiert sei und hierüber bereits Gespräche mit dem Vorstand geführt habe. Die Spekulationen waren in den vergangenen zwei Wochen aufgetaucht, seit dem sich der Aktienkurs von Freenet auf 10 Euro verdoppelt hat. Die Freenet-Notierung zog am Freitag erneut um mehr als 3 % auf 10,10 Euro an.

Hintergrund sind Gerüchte, dass Freenet durch einen Einstieg bei GMX auf die Fusion von Tomorrow Internet und Focus Digital sowie der Kooperation von T-Online mit dem Verlagshaus Axel Springer reagieren würde. Die Tochtergesellschaft der Mobilcom AG verfügt mit mehr als 120 Mill. DM über eine prall gefüllte Kriegskasse. Mobilcom ist an Freenet mit 77 % beteiligt, der Rest befindet sich im Streubesitz.

Laut Spoerr plant Freenet eine Tariferhöhung von 10 %, wodurch sich die Erträge im Zugangsgeschäft verbessern sollen. Es steuert rund die Hälfte zum Freenet-Umsatz bei, der in 2002 zwischen 80 bis 90 Mill. DM liegen soll. Am 8. November präsentiert die Mobilcom-Tochter die Zahlen für das 3. Quartal.

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