Spekulationen über US-Flugstopp
Ölpreis gibt nach Flugzeugabsturz kräftig nach

Der Ölpreis ist am Montag nach dem Absturz einer Passagiermaschine in New York weiter gesunken. Bis zum frühen Abend verbilligte sich ein Barrel (159 Liter) der führenden Nordsee-Sorte Brent um 1,16 Dollar auf 20,22 Dollar.

Reuters LONDON. Vor Bekanntwerden des Absturzes war der Preis noch knapp unter 21 Dollar gependelt. Das Unglück habe am Markt Sorgen über eine noch weiter schrumpfende Öl-Nachfrage aufkommen lassen, sagten Händler. "Es wird derzeit viel spekuliert, aber es bestehen Ängste, dass die USA erneut alle Flüge stoppen könnten. Dies würde die Kraftstoff-Nachfrage der Fluggesellschaften erheblich mindern", sagte ein Marktteilnehmer.

Nach den mit vier entführten Passagierflugzeugen ausgeführten Anschlägen in den USA vom 11. September war die Öl-Nachfrage stark zurückgegangen. Der Ölpreis ist seither um 25 % gesunken.

Nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde FAA ist am Nachmittag (MEZ) eine Passagiermaschine der American Airlines vom Typ Airbus A-300 kurz nach dem Start vom J.F.Kennedy-Flughafen über dem New Yorker Stadtteil Queens abgestürzt. Nach Angaben der American Airlines befanden sich 255 Menschen an Bord. Alle Flughäfen in New York wurden geschlossen. Über die Unglücksursache liegen bislang noch keine Erkenntnisse vor. An den Aktienmärkten brachen weltweit zeitweise die Kurse ein.

Der Absturz habe am Markt vorübergehend die Spekulationen um die Höhe der Drosselung der Opec-Staaten bei ihrer Sitzung in dieser Woche in den Hintergrund treten lassen, sagte ein Händler. Jüngste Aussagen hochrangiger Vertreter der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) lassen für Mittwoch eine Reduktion der Fördermenge um bis zu 1,5 Mill. Barrel pro Tag erwarten. Viele Händler befürchten, dass eine Drosselung in dieser Höhe nicht ausreichen werde, um den Ölpreisverfall aufzuhalten. Die Opec hat in diesem Jahr bereits vier Mal die Fördermengen zurückgenommen.

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