Spekulationen über vorzeitigen Bordon-Wechsel nach Schalke
Werder bleibt trotz „Fußball furioso“ kleinlaut

Unentscheiden in Stuttgart, der Vorsprung auf den FC Bayern um zwei Punkte geschmolzen - und trotzdem durften sich die Bremer nach dem mitreißenden Spiel in Stuttgart hinterher als Sieger fühlen. Denn alle waren sich hinterher einig: Das Spiel war das beste, das die Bundesliga seit langem gesehen hat. Und auch am Titelgewinn der Elf von der Weser zweifelt nach diesem sensationellen Auftritt niemand mehr - außer vielleicht die Bremer selbst.

HB STUTTGART. Aus der Kabine des Tabellenführers drangen jedenfalls auch dieses Mal keine triumphierenden Rufe. "Wir sind noch kein Meister, aber wenn die Mannschaft so weiter spielt, wird's schwer, uns da oben wegzuholen", sagte Klaus Allofs nach 17 Spielen ohne Niederlage und neun Punkten Vorsprung acht Spieltage vor Saisonende. "Zum 200. Mal" betonte der Manager, dass er nicht vom Titelgewinn spricht, so lange theoretisch noch etwas dazwischen kommen kann. "Wir sind nur einen Schritt weiter." Auf Fehltritte des FC Bayern München ist hingegen der VfB im Kampf um einen Champions-League-Platz angewiesen.

"Schade, dass nur eine von beiden Mannschaften Meister werden kann", bedauerte Felix Magath, dessen Spieler den 48 000 Zuschauern im ausverkauften Daimlerstadion erstmals seit über 20 Jahren (5:3 gegen Bayer Leverkusen am 12. März 1983) wieder eine Partie mit acht Toren geboten haben. "Das Bittere an so einem Abend ist, dass wir uns dafür nichts kaufen können. Wir sind jetzt schon fünf Punkte hinter den Bayern", ärgerte sich der Teammanager und räumte zumindest einen "psychologischen Vorteil" für die Münchner ein.

Mit dem Gedanken, als Bundesliga-Dritter den mühsamen Weg durch die Champions-League-Qualifikation gehen zu müssen, mag sich Magath noch nicht beschäftigen. "Ich gehe nicht davon aus, dass wir einen Spieler verkaufen müssen, wenn wir die Champions League nicht erreichen", betonte er zudem. Innerhalb des VfB-Präsidiums wird dies jedoch nicht ausgeschlossen. Erster Kandidat dafür wäre der seit Monaten überragende Abwehrchef Marcelo Bordon, der für 2005 bei Schalke 04 unterschrieben hat und nur bei einer satten Ablösesumme schon früher wechselt. "Das muss der VfB entscheiden", betonte der Brasilianer auch nach seinen drei Volltreffern am Sonntagabend.

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