Spekulationen um Ende der Koalition
ÖVP hat angeblich fliegenden Regierungswechsel überlegt

dpa WIEN. Die Österreichische Volkspartei (ÖVP), die mit der rechtspopulistischen FPÖ koaliert, soll einen "fliegenden Regierungswechsel" erwogen haben. "Maßgebliche ÖVP-Kräfte" hätten dazu bei ihm angefragt, sagte der Vorsitzende der oppositionellen Sozialdemokraten (SPÖ), Alfred Gusenbauer, am Montag mehreren Zeitungen in Wien. "Ich habe das aber abgelehnt", fügte Gusenbauer hinzu. Für ihn kämen nur vorzeitige Wahlen in Frage.

Nach dieser Darstellung wollte die ÖVP unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel die SPÖ als Juniorpartner ins Regierungslager holen. Seit neun Monaten ist die Freiheitliche Partei (FPÖ) in dieser Rolle. Nach dem dritten Rücktritt eines FPÖ-Ministers am Wochenende und dramatisch rückläufigen Umfragewerten für die Partei war in den vergangenen Tagen wieder über das vorzeitige Ende der rechtskonservativen Koalition spekuliert worden.

"Kommt jetzt wieder die alte Koalition?", titelte am Montag auch die "Kronenzeitung" als größtes Blatt im Lande. Jahrzehntelang war das Land von der Großen Koalition aus ÖVP und SPÖ mit einem sozialdemokratischen Kanzler regiert worden. Trotz massiver ausländischer Proteste hatte Schüssel im Februar eine Regierung mit der FPÖ unter Jörg Haider gebildet.

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