Spekulationen um Heyde
Neuer Markt durch Gewinnmitnahmen belastet

Die deutschen Aktien haben am Donnerstag eine Verschnaufpause eingelegt. Nach anfänglichen Kursgewinnen drehten die wichtigsten Indizes in Frankfurt ins Minus.

dpa/afx FRANKFURT/MAIN. Der Neue Markt ging in Erwartung von Gewinnmitnahmen auch an den US- Börsen ebenfalls in die Knie. Der Nemax 50 fiel um 2,69 % auf 1 639 Zähler. Am Mittwoch hatte die überraschende Leitzinssenkung in den USA die Kurse deutlich steigen lassen.

"Nach dem gestrigen Kursfeuerwerk an den internationalen Börsen bestimmen Gewinnmitnahmen das Bild auf dem Parkett", erklärte Wolfgang Kuhl, Händler bei der SEB-Bank. Ob die Kurserholung von Nachhaltigkeit gekennzeichnet sein werde, bleibe jedoch abzuwarten, sagte sein Kollege Dirk Krämer. Die Frage sei, ob die US-Notenbank nicht mehr wisse, als sie über die wirtschaftliche Lage in den USA sage.

Heyde erneut stärkster Nemax 50-Wert

Die Aktie des Software-Unternehmens Heyde hat am Donnerstag möglicherweise von Übernahmegerüchten profitiert. Gegen Mittag kostete ein Anteilsschein 4,97 Euro, was einem Plus von 21,52 % entspricht. Damit war Heyde stärkster Wert im Nemax 50 .

Bereits am Mittwoch waren die Titel um knapp 94 Prozent gestiegen, was Händler unter anderem auf Übernahmegerüchte zurückführten. Ein Händler sagte, dass es Gerüchte gebe, wonach die Deutsche Bank das Softwarehaus übernehmen wolle. Ob das stimme, sei dahingestellt, erkläre aber möglicherweise die derzeitige "Euphorie" für den Wert.

Es gibt keine Gespräche mit der Deutschen Bank", sagte Udo Becker, der den Bereich Gesamtkommunikation bei Heyde leitet. Das Gerücht sei "ins Reich der Spekulation zu verweisen". Es gebe durchaus Interessenten an der AG oder deren Tochtergesellschaften. Da würden sehr viele Gespräche geführt. Allerdings "zeichnet sich noch nichts Konkretes ab", ergänzte

Außerdem stiegen die Anteilsscheine von Focus Digital um rund 16 % auf 5,41 Euro. Am Morgen hatte das Unternehmen bekannt gegeben, das Softwareunternehmen Hexmac Software Systems AG übernommen zu haben.

Die Aktien der von der Insolvenz bedrohten Teldafax AG kletterten um 66 % auf 0,83 Euro. Kurz vor Handelsbeginn hatte die Telefonfirma mitgeteilt, beim Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen die Deutsche Telekom erwirkt zu haben, wonach die Telekom die Zusammenschaltung mit dem Netz von Teldafax unverzüglich wiederherzustellen hat. Die Deutsche Telekom wollte die Mitteilung von Teldafax zunächst nicht kommentieren.

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