Spekulationen um Iraks gestürzten Diktator
Libanesischer Politiker: Saddam in russischer Botschaft

Der libanesische Parlamentspräsident Nabih Berri hat die Vermutung geäußert, dass sich der irakische Machthaber Saddam Hussein in der russischen Botschaft in Bagdad aufhält. Es müsse zu denken geben, dass der russische Botschafter am Dienstag in die irakische Hauptstadt zurückgekehrt sei, erklärte Berri am Mittwoch in Beirut.

vwd BEIRUT/MOSKAU. Auch der Rundfunksender der Kommunistischen Partei Libanons berichtete, Saddam Hussein halte sich in der Botschaft auf. Diplomatischen Angaben zufolge wollte Botschafter Wladimir Titorenko zwei in Irak zurückgebliebene Botschaftsmitarbeiter nach Syrien bringen.

Das russische Außenministerium bestritt, dass sich Saddam Hussein in dem Botschaftsgebäude aufhalte. Dies sei "lediglich ein weiterer Versuch, die Botschaft in Bagdad zu bedrohen", erklärte Außenamtssprecher Alexander Jakowenko in Moskau. Jeder Angriff gegen die diplomatische Mission werde als ernste Verletzung der Wiener Konvention über diplomatische Immunität angesehen. Titorenkos Wagenkolonne war am Montag auf dem Weg von Bagdad in die syrische Hauptstadt Damaskus aus der Luft angegriffen worden. Der Botschafter, der dabei leicht verletzt wurde, warf den USA vor, ihn absichtlich angegriffen zu haben.

Die US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice hatte dagegen am Montag bei einem Besuch in Moskau versichert, dass es sich bei dem Beschuss nur um ein Versehen gehandelt haben könne, sollten tatsächlich US-Soldaten dafür verantwortlich sein.

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