Spekulationen um Sommer-Rücktritt
T-Aktie erholt sich von Rekord-Tief

Die Aktie der Deutschen Telekom ist am Dienstag auf ein neues Allzeittief gestürzt. An der Frankfurter Börse sackte sie zeitweise um mehr als drei Prozent bis auf 12,38 Euro. Mittlerweile hat sich die T-Aktie jedoch wieder erholt und notiert im Plus.

WIWO/ ap - BONN. Die Aktie der Deutschen Telekom ist am Dienstag auf ein neues Allzeittief gestürzt. An der Frankfurter Börse (Xetra) sackte sie zeitweise bis auf 12,38 Euro. Das war ein Minus von 3,3 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von 12,80 Euro am Montag. Bis zum Nachmittag erholte sich der Wert auf 12,97 Euro - ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber gestern.

Analysten sehen vor allem die allgemein schlechte Stimmung für Telekomwerte als Ursache für den weiteren Kursverfall. Ein Experte der Fondsgesellschaft Union Investment meinte, der ganze Sektor sei betroffen. So sank der Wert von France Telekom bis zum Dienstagnachmittag erneut um 4,7 Prozent, Vodafone musste ein Minus von fast 2,6 Prozent hinnehmen. Es gebe die Befürchtung, dass die Einnahmen der Telekom-Unternehmen nicht mehr reichen könnten, um die Schuldenberge abzutragen, sagte ein Analyst. Dazu kämen im Fall der Telekom das vorläufige Scheitern des Verkaufs der verbliebenen Kabelfernsehnetze und die Verschiebung des Börsenganges der Tochter T-Mobile. Negative Vorzeichen aus den USA - Verluste im Dow Jones sowie an der Technologie-Börse Nasdaq - trügen zur schlechten Stimmung bei.

Ein Telekom-Sprecher sagte, derzeit leide die ganze Branche. Das Unternehmen halte das eigene Papier für deutlich unterbewertet. Der Kurs spiegele nicht die hervorragende Lage des Unternehmens wider, das zu Unrecht so stark von dem allgemeinen Verfall der Telekommunikationswerte betroffen sei. Inzwischen gibt es Gerüchte um den Telekom-Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete unter Berufung auf Berliner Regierungskreise, es werde zweifelhaft, dass Sommer wie vorgesehen bis 2005 an der Spitze des mehrheitlich bundeseigenen Unternehmens bleiben werde. Gründe seien neben der schlechten Kursentwicklung auch ein mittlerweile getrübtes Verhältnis zu Bundesfinanzminister Hans Eichel, weil Sommer ohne Rücksprache die Kürzung der Dividende angekündigt habe.

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