Spekulationen um Umgang mit "Achse des Bösen"
US-Präsidialamt dementiert Angriffspläne auf Irak

US-Präsident George W. Bush hat nach Aussage seines Sprechers Ari Fleischer keine konkreten Pläne für einen Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein.

Reuters CRAWFORD. Fleischer dementierte am Sonntag im texanische Crawford damit einen Bericht der "New York Times", die USA prüften den Einsatz von bis zu 250 000 Soldaten anfang kommenden Jahres.

Präsidialamtssprecher Fleischer sagte: "Er hat keinen Plan auf seinem Schreibtisch." Das US-Verteidigungsministerium habe aber verschiedene Pläne, wie mit dem Irak umzugehen sei. Entscheidungen seien aber nicht gefallen.

Bush hatte seit Anfang des Jahres mehrmals wiederholt, die USA müssten handeln, damit Irak keine Massenvernichtungswaffen einsetzen könne. In seiner Rede zur Lage der Nation im Januar hatte Bush Irak zusammen mit Iran und Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichnet. Dadurch verstärkten sich Spekulationen, das Land könne nach Afghanistan das nächste Ziel in dem von den USA erklärten Kampf gegen den Terrorismus sein.

Nach dem Treffen des saudiarabischen Kronprinzen Abdullah mit Bush auf dessen Ranch in Crawford war aus saudiarabischen Kreisen verlautete, eine militärische Operation gegen Irak sei unnötig, da das Land mit den Vereinten Nationen über die Rückkehr von Waffeninspektoren im Gespräch sei.

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