Spendabel im Restaurant, knickrig im Taxi
Neue Trinkgeld-Gebräuche

Rund drei Monate nach der Euro-Einführung hat sich die Spendierfreudigkeit der Deutschen beim Trinkgeld nach den Ergebnissen einer Umfrage stark verändert.

dpa BONN/HAMBURG. In Restaurants herrschen bei jedem zweiten Befragten amerikanische Verhältnisse mit bis zu zehn Prozent Trinkgeld für den Service, berichtete der Bonner Ratgeber "Stil & Etikette" am Montag. Zuvor habe lediglich jeder zehnte Gast so viel springen lassen.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hatte noch Mitte Februar in einer ebenfalls repräsentativen Umfrage festgestellt, dass 76,4 Prozent der Bundesbürger nach der Währungsumstellung gleich viel Trinkgeld geben wie zuvor. "Kellner profitieren nicht vom Euro", stellte der Verband am Montag in Berlin nochmals fest.

Knickrigkeit ist laut "Stil & Etikette" dagegen in Friseursalons und Taxis ausgebrochen, wo nur noch 7 beziehungsweise 16 Prozent um die 10 Prozent des Preises drauflegen. Früher hätten dies ein Drittel beziehungsweise mehr als zwei Fünftel der Kunden getan. 1003 Menschen wurden in der repräsentativen Untersuchung befragt.

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