Spenden knapp
Clinton geht das Geld aus

Hillary Clinton in Not: In dem erbittert geführten Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in den USA droht ihr gegenüber ihrem Rivalen Barack Obama finanziell die Luft auszugehen. Die New Yorker Senatorin räumte ein, dass sie ihrer Wahlkampfmannschaft fünf Millionen Dollar (3,4 Millionen Euro) aus ihrem eigenen Vermögen leihen musste. Selbst Obama macht sich Sorgen um seine Konkurrentin.

HB WASHINGTON. Clinton pumpte die fünf Millionen Dollar im vergangenen Monat aus privaten Mitteln in den Wahlkampf. Die Investition habe sich gelohnt, sagte sie mit Blick auf die Ergebnisse der Vorwahlen vom „Superdienstag“. Bei den parteiinternen Abstimmungen in 22 US-Staaten gewann sie in acht, darunter in den bevölkerungsreichen Staaten Kalifornien und New York, was ihr insgesamt die meisten Delegiertenstimmen einbrachte.

Aber Barack Obama bleibt ihr mit Gewinnen in mindestens 13 Staaten dicht auf den Fersen. Aus New Mexico lag bis Donnerstagmorgen noch kein Ergebnis vor.

Bei der Anzahl der Delegierten für den Nominierungsparteitag im August liegt Clinton in Führung: Die New Yorker Senatorin sicherte sich bislang mindestens 1045 Delegiertenstimmen und Obama 960. Für die Nominierung sind bei den Demokraten mindestens 2025 Stimmen notwendig.

Obama hat auch für das weitere Duell mit Clinton eine gut gefüllte Wahlkampfkasse. Er sammelte allein im Januar 32 Millionen Dollar Spenden. Clintons Spendenaufkommen für diesen Monat lag lediglich bei 13,5 Millionen Dollar. Sie verschickte am Mittwoch eine E-Mail, in denen sie um Spenden in den nächsten drei Tagen in Höhe von drei Millionen Dollar bat. Außerdem verzichteten führende Mitarbeiter ihres Wahlkampfteams bereits freiwillig auf Gehalt.

Die Wahlkampfauseinandersetzung zwischen Clinton und Obama ging unterdessen weiter. Obama erklärte auf einer Pressekonferenz in Chicago, er rechne mit einer Schmutzkampagne der Republikaner gegen Clinton, falls diese für die Demokraten bei der Wahl im November als Präsidentschaftskandidatin antrete. Die Republikaner würden eine ganze „Lkw-Ladung mit Schmutz“ gegen sie verwenden, sagte der Senator aus Illinois. Gegen ihn seien dagegen Angriffe schwerer.

Clinton wies die Aussagen Obamas zurück. In ihrer Vergangenheit gebe es nichts, was sie zu verbergen habe. Dazu zählten auch ihre Jahre als Anwältin im Staat Arkansas.

Präsidentschaftskandidat der Republikaner dürfte aller Voraussicht nach Senator John McCain aus Arizona werden. Der 71-Jährige baute bei der Vorwahlserie am Dienstag seinen Vorsprung vor seinen Mitbewerbern Mitt Romney und Mike Huckabee deutlich aus.

Die nächste Runde der Vorwahlen findet am Samstag bei den Demokraten und Republikanern in den Staaten Louisiana und Washington statt. Die Republikaner, bei denen sich der Senator John McCain als klarer Favorit herauskristallisiert hat, stimmen darüber hinaus in Kansas ab, die Demokraten in Nebraska.

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