Spendenaktionen sind nicht immer uneigennützig
Kommentar: So sinnvoll ist Werbung nur selten

Die Kreativen in den Marketingabteilungen der Unternehmen lassen sich einiges einfallen, um die Konzerne ins rechte Licht zu rücken. Spendenaktionen bieten eine große Spielwiese.

Wohltätigkeit ist derzeit - neudeutsch gesprochen - hip. Konzerne wie Ikea oder Bayer starten eine Spendenaktion nach der anderen. Sie stellen Hilfspakete, Sachspenden und Geld für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe zur Verfügung. Man bekommt den Eindruck, dass die Wirtschaft die Menschen in ihrem Unglück nicht alleine lässt. Werden Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft als Prinzipien des Wirtschaftens erkannt? Wohl kaum.

Uneigennützig ist die Spendenwelle ganz gewiss nicht. Vielmehr steckt eine pfiffig ausgeklügelte Werbestrategie hinter den Aktionen, die gut durchdacht ist und ihre Wirkung nicht verfehlen wird. Die Hilfsbereitschaft wird nicht zuletzt den Betroffenen gut im Gedächtnis bleiben - da wird auch das eine oder andere Produkt der edlen Spender nicht mehr aus den entsprechenden Haushalten weg zu denken sein. Und auch in der breiten Öffentlichkeit finden die Aktivitäten Anklang. Aufmerksamkeit wirkt sich positiv auf die Konzerne aus - erst recht, wenn sie mit dem Glanz des Samaritertums einhergeht.

Trotz aller Kritik: Gegen die Spendenpraxis der Unternehmen spricht schließlich nichts. Ob sie aus Nächstenliebe handeln oder nicht: Für die Betroffenen der Flut ist es im Ergebnis dasselbe. Alles, was den Menschen und dem Wiederaufbau der in Mitleidenschaft gezogenen Regionen hilft, hat in solch schwierigen Zeiten eine Berechtigung.

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