Spendenskandal
SPD-Chefaufklärer erwartet keine Überraschungen mehr

Die Zahl der betroffenen SPD-MItglieder sei überschaubar, erklärte Jürgen Schmude. Von einem Korruptionsskandal könne man nicht sprechen, sagte er weiter.

afp BERLIN/KÖLN. Im Spendenskandal der Kölner SPD ist nach Einschätzung des Vorsitzenden der SPD-Untersuchungskommission, Jürgen Schmude, nicht mehr mit größeren Überraschungen zu rechnen. Die Affäre "klärt sich mehr und mehr auf", sagte Schmude am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Bei den betroffenen SPD-Mitgliedern handele es sich um "überschaubare Zahlen"; die größte Gruppe der Kölner Sozialdemokraten habe mit dem Skandal nichts zu tun. "Einige besonders Kenntnisreiche und Verantwortliche haben sich durch Parteiaustritt unserer Überprüfung entzogen", räumte der frühere Justizminister ein. In diesen Fällen ermittle die Staatsanwaltschaft.

Schmude betonte, von einem Korruptionsskandal zu sprechen sei zur Zeit nicht angemessen. Bis jetzt zeichne sich nicht ab, dass "irgendjemand irgendetwas eingesteckt hat oder dass an irgendjemand etwas geflossen" sei. Vielmehr gehe es um die "sehr großzügige und auch inkorrekte Verteilung von Spendenquittungen". "Wir haben keinerlei Hinweise, Behauptungen oder Vermutungen, dass der betroffene Personenkreis Gelder empfangen hat." Allerdings könne er nicht ausschließen, dass es "im weiteren Umfeld" Zahlungen gegeben habe, fügte Schmude hinzu.

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